C. F. Meyer: Die Versuchung des Pescara

(…. weil ich hier alle Bücher erwähne, die ich gelesen habe …)

… und diesmal erwähne ich ein Buch, das ich nicht ausgelesen habe. Mache ich normalerweise nicht, aber soll ja auch Spaß machen, das Lesen.

Urlaubszeit, Lesezeit, sagt man. Und weil ich immer nur wenig Gepäck mitnehme, habe ich einen immer kleiner werdenden Stapel von Reclam-Heften, die ich schon immer mal lesen wollte. So auch diese historische Novelle von C. F. Meyer. – Spielt in der Renaissance, und wenn man sich wie ich nicht gut in der Geschichte Oberitaliens zu der Zeit auskennt, dann versteht man sowieso nicht so recht, worum es dem Autor eigentlich geht. Irgendwann habe ich beschlossen, dass ich es auch gar nicht wissen will. Das ist etwas für germanistische Hauptseminare, wobei die ersten Referate sich damit beschäftigen müssten, auf welche historische Situation C. F. Meyer mit dieser historischen Novelle reagiert, bevor natürlich die angesprochenen oberitalienischen Verhältnisse gründlich beleuchtet werden müssten ….

Beim Lesen musste ich immer wieder an ein Hauptseminar in meinem Studium denken, mein erstes. Da ging es um Goethe als Leiter des Weimarer Theaters. Meine Aufgabe war es, eine Übersicht zu erstellen, welche Stücke er hat aufführen lassen. Fast alle Theaterstücke, die er hat spielen lassen, sind heute vergessen. Ich habe mir dann die Mühe gemacht, ein paar der damals besonders erfolgreichen Stücke zu lesen. Spannende Stücke, kein Zweifel, nicht solch langweiliger Kram wie das, was Goethe oder gar Schiller fürs Theater geschrieben haben, was zur Weltliteratur gehören soll aber schon damals niemand sehen wollte. Seit dem habe ich so meine Probleme mit den Urteilen der Literaturgeschichte, auch bei dieser Novelle von C. F. Meyer.

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Noch ’n Appel

Im Garten ist Gießzeit, immer trocken, immer Sonne. Und wenn es dem Menschen draußen zu warm und sonnig wird, geht er in Haus und studiert und vergleicht Smartphones. Ein neues Smartphone musste her, das stand fest, das alte machte schlechte Fotos, verlor unterwegs zu oft den Kontakt zum GPS, immer mehr Apps verweigerten den Dienst, weil das Samsung-Teil ja soooo alt ist. Android 2.5, nicht updatefähig. Nur telefonieren kann man noch prima mit dem Ding. Aber zum Telefonieren wird das Taschenspielzeug ja doch kaum gebraucht.

Also, wie gesagt, habe ich studiert und verglichen, gründlich und immer gründlicher, wie es so meine Art ist, und dann zwischen einem Xiaomi Mi5 und dem Lumia 950 geschwankt. Und als dann die Entscheidung gefallen war, spontan alles über den Haufen geworfen und mal versuchsweise 120€ für ein gebrauchtes iPhone6 geboten und schon hatte ich das Ding für 116. Prima Zustand.

Eigentlich, ja eigentlich wollte ich kein iPhone. Nie! Der ganze Hype um die Dinger und die hohen Preise, nix für mich. Jetzt habe ich eins. Bin nach NEC, Siemens, Motorola, noch mal Motorola, Asus, Xiaomi und Samsung bei Apple gelandet. Und, verdammt noch mal, das Ding ist wirklich gut. Das ist ein Effekt, den all die Tests nicht einfangen können: Das Gesamtpaket sozusagen. Ungefähr wie bei Mercedes: Du setzt dich rein und am Geräusch, das die Tür beim Zuziehen macht, erkennst du den Unterschied.

So war es jedenfalls bei dem einzigen Mercedes, den ich mal hatte: einem 220D, Baujahr 1984. Leider konnte ich nur ein Mal damit fahren, danach stellte sich heraus, dass die doofe Karre einen Motorschaden hatte, was zum einer umfänglicheren juristischen Auseinandersetzung geführt hat, die glücklicherweise damit endete, dass ich mein Geld zurück bekommen habe. Kurzum: Man sollte ein Auto nicht wegen des Geräusches kaufen, dass die Tür macht. Und ein Smartphone nicht wegen des Apfels?

Die Spreu vom Weizen trennen


Mähdrescher rattern, Traktoren mit Anhängern donnern durch das Dorf: Die Getreide-Ernte hat begonnen. Wenn die Bauern ernten, habe ich mir gedacht, kann ich das ja auch machen. Und habe mein Getreide geerntet, bestehend aus einer einzigen Pflanze mit 5 Ähren, die sich wohl selbst ausgesät hat.
Erstaunlich, wie viele Körner aus einem einzigen Samenkorn sich entwickelt haben….
Mangels Mähdrescher war es übrigens gar nicht so einfach, die Körner aus den Ähren zu fummeln und dann die Spreu vom Weizen zu trennen. Wie würde Robinson auf seiner Insel das machen, ging mir durch den Kopf. Als Robinson wäre ich wohl eher ein Versager, denn für das kleine Schüsselchen habe ich ewig gebraucht. Und ob das Gerste oder Weizen ist, gar Roggen, weiß ich auch nicht. Aber andererseits: Der hatte ja viel Zeit, der Robinson.