Pflaumenwickler

Auf dem Bild sind Pflaumen zu sehen. Das war jetzt wohl jedem klar, denn Pflaumen sind  in den Bilderbüchern für Kinder abgebildet und beim Aldi gibt es auch welche zu kaufen. Wir dürfen also davon ausgehen, dass die Pflaume als solches zur Allgemeinbildung gehört.

Die Pflaumen auf dem Bild stammen von einem der beiden Pflaumenbäume in unserem Garten. Damit kommen wir der Sache schon näher. Leider nämlich kann ich nicht damit angeben, was bei uns für schöne Pflaumen wachsen, denn erstens trägt unser Pflaumenbaum auch im Jahre 18 nach seiner Pflanzung nur wenige Pflaumen, vielleicht ein Eimerchen voll, und zweitens hat sich in etwa der Hälfte der Pflaumen ein böser Wurm eingenistet.  Der Pflaumenwickler (Grapholita funebrana), wie ich meinem Gartenbuch entnommen habe, ein Vieh, aus dem sich noch nicht einmal ein schöner Schmetterling, sondern ein hässlicher dunkelbrauner Nachtfalter entwickelt.  Der zweite Pflaumenbaum ist jünger, trägt viel besser, dazu haben wir noch einen jungen Mirabellenbaum – überall sind diese blöden Würmer drin, gegen welche man angeblich als Kleingärtner nichts machen kann.  So ein Ärger!

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8 Gedanken zu „Pflaumenwickler

  1. Dina

    Oh, das ist eine SCHAAANDE! Blöde Parasiten.

    Klausbernd kann ein Lied vom Virusbefall der schönen Obstbäumen in Rhu Sila beweinen. Grande Katastrophe. Der Pfirsichbaum ist weg, der Holzapfel ebenso. Hoffentlich wird der Feigenbaum verschont, denke ich immer und schaue immer skeptisch auf die Blätter – ich kann dich so gut verstehen.
    menno.

    Antwort
  2. Klausbernd

    Das mit solchen Schädlingen und Viren bei Obstbäumen ist meiner Erfahrung nach nicht zu bekämpfen, auch die Chemie versagt dort. Man müsste die Erde austauschen (wie soll denn das gehen?) und den Baum drastisch zurückschneiden, sagen die einen, man soll die befallenen Stellen herausschneiden und dann über ein Jahr regelmäßig spritzen, sagen die anderen. Ich habe kurzerhand die befallenen Bäume gefällt und das Laub und alles verbrannt. Zu der Lösung kommen fast alle, die unter dem gleichen Problem leiden. Es ist blöd, da bei mir z.B. der Pfirsichbaum gut trug und die Pfirsiche waren soooo lecker, allerdings nicht haltbar. So gab`s hier traditionell Pfirsichorgien.

    Ich ziehe gerade an meiner westlichen Hauswand eine Pflaume als Spalierobst. Da ich dort ständig schneide, ist der Baum nicht befallen. Rudolf Steiner empfiehlt in seinem landwirtschaftlichen Kursen Pflanzen gut zu düngen, was sie widerstandsfähiger macht. Das ist einleuchtend, schützt vor Befall und Krankheiten, hilft aber nicht mehr, wenn Befall und Krankheit sichtbar wird – meiner Erfahrung nach.

    Ach, du Armer, Tod allen Parasiten und Viren
    Klausbernd

    Antwort
    1. emhaeu Autor

      Ja, wir haben schon so viele Bäume gepflanzt und dann wieder gefällt, wie unlängst drei Birnbäume — jetzt kaufen wir nur noch Bäume, die resistent oder weitgehend resistent gegen solche Krankheiten sind, bei Äpfeln, Johannisbeeren und Stachelbeeren sehr erfolgreich, bei Rosen offenbar auch (sind noch im ersten Jahr) nur die Pflaumen und Mirabellen machen Sorgen, ach ja, und der Kirschbaum auch. Unseren schönen großen Kirschbaum, der eimerweise leckere Kirschen getragen hat, haben wir ja gefällt, weil in 80 % der Kirschen Würmer waren und wir ja Vegetarier sind …. jetzt sorgfältig einen neuen ausgesucht, kein Wurm in keiner Kirsche, aber dafür sind auch nur ganz wenig Kirschen dran und die wenigen fressen die Vögel, weil unsere Kirschen die ersten im weiten Umkreis sind – da stürzen sich alle drauf … wird auch gefällt, der Winter wird kalt … LG M.

      Antwort
  3. khecke

    Lieber Martin,
    danke Dir fuer Deinen Besuch auf meinem Blog.
    Kannst Du nicht die Obstbaeume gegen diese Pflaumenwickler spruehen?

    Du sprichst von Niedermois, Kreis Neumarkt. Unsere naechste Bahnstation war Obermois – 5 km von meinem Geburtsort Tschammendorf (polnisch Samborz) gelegen. Niedermois und Obermois waren in Wirklichkeit ein Ort. Siehe auch
    http://tschammendorf.tripod.com
    Ich bin von dieser Bahnstation auch mal diese 5 km nach Hause gelaufen.
    Ja, am 28. Dezember 1944 (3 Tage vor meinem Geburtstag, als ich 11 Jahre wurde) haben sie mich mit noch paar Jungs in meinem Alter und paar alten Maennern zum Volkssturm eingezogen und an der Panzerfaust ausgebildet. Das Lager war in der Naehe von Stephansdorf, also etwas noerdlich von Neumarkt, wo ich noch paar Monate davor zur Oberschule gegangen bin. Wenn ich mich nicht irre war die sowjetische Armee zu der Zeit auf schlesischem Gebiet angelangt. Waere ich zur Verteidigung von der „Festung Breslau“ geschickt worden, wuerde ich diese Zeilen sicher nicht schreiben und waere dabei sicher umgekommen.
    Alles Gute aus dem reichlich warmen Nordwest Arkansas, Karl-Heinz

    Antwort
  4. Dina

    Lieber Karl-Heinz,
    Wie gut, dass es so nicht gekommen ist, dass man dich nicht auf die „Festung Breslau“ geschickt hat, meine ich. Und ich staune immer wieder, wie klein die Welt durch www. wird. Schön dich hier auf Martins Blog zu lesen. Unsere kleine internationale Runde trifft sich immer wieder, Wiederlesen macht richtig Freude.
    Hab einen feinen Tag,
    liebe Grüße in der Runde
    Dina

    Antwort
  5. Frau Blau

    das ist doch wirklich jammerschade, dass die Parasiten den Pflaumengenuss verderben, aber nun… da müssen wohl neue Ideen her und vielleicht hat ja eine davon Herr Steiner über Klausbernd zu dir getragen!?

    Antwort
    1. emhaeu Autor

      … für dieses Jahr ist der Zug abgefahren, das einzige, was ich gemacht habe, und weiter machen werde, ist, dass ich alle heruntergefallenen Früchte in die braune Tonne entsorge, das hemmt vielleicht die Vermehrung, aber der Nachbar hat einen großen Pflaumenbaum, nein, zwei Nachbarn sogar, und beide lassen alle Pflaumen herunterfallen und verkommen, da können sich die Viecher dann prima ausbreiten — das mit dem „gesehen“ klappt bei mir einwandfrei – komisch … Lg Martin

      Antwort
  6. khecke

    Na Martin, wenn Deine Familie mit der Familie Ecke in Tschammendorf befreundet war – das war dann meine Familie, denn mein Name ist Karl-Heinz Ecke.
    Deine Grossmutter hatte also das gleiche Geschichts-Hobby wie mein Grossvater. Mein Vater war Ornithologe (Vogelkunde), aber er wurde schon kurz zum Anfang des Krieges zum Militaer eingezogen, obwohl er schon 37 Jahre alt war. Er ist gegen ende des Krieges bei der Ardennenoffensive gefallen.
    Gruss Karl-Heinz

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