Glühbirnchen von Amazon

litfassneu

Eben habe ich eine Glühbirnchen bei Amazon bestellt, eine kleine Halogenbirne für den Sockel G9 mit 20 Watt.

 Bei Amazon? Wo sonst? In Horrem – wo ich auf meinem Gang zur „City“ die bilder gemacht habe – gibt es zwar sieben Bäckereien (und zwei Bioläden, in denen Brot verkauft wird), vier Kioske und acht Fast-Food-Verkaufsstellen, zehn Frisöre und drei Nagelstudios, aber kein Geschäft, in dem man ein Halogenbirnchen kaufen könnte. Das Haushaltswarengeschäft hat vor zwölf Jahren geschlossen, der Eisenwarenhandel vor zwei Jahren, die letzte der drei Drogerien dieses Jahr. Zwölf Ladenlokale stehen leer.
Ich könnte acht Kilometer mit dem Rad oder elf Kilometer mit dem Auto zum OBI fahren, dem nächsten Baumarkt. Ob der OBI ein Birnchen für den Sockel Sockel G9 mit 20 Watt vorrätig hat? Vielleicht. Das „Bauhaus“ bestimmt. Aber das liegt schon 25 Kilometer entfernt, im Sommer eine nette Radtour, beim heutigen Wetter würde alleine das verbrauchte Autogas 2,50 € kosten. Bei Amazon kostet das Birnchen 1,99 €, Porto inclusive.
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8 Gedanken zu „Glühbirnchen von Amazon

  1. Frau Blau

    Meine Enkelin wird nicht mehr wissen, was ein Eisenwarenladen ist. Wie habe ich geheult, als in „meinem“ Berliner Kiez der letzte schloss. Klar, Obi war Schuld … von meinen paar Nägel- und Sonstwasankleinigkeitenkäufen konnte der gute Mann nun wahrlich nicht überleben, hei, es gab noch einzelne Nägel!!! Und hier oben auf dem Berg wäre ich so manches Mal aufgeschmissen, wenn es nicht den Internethandel gäbe, soll ich für etwas Spezielles jedes Mal 60km nach Freiburg fahren. Von der Umwelt mal ganz zu schweigen …
    Ja, man darf das eine und andere vermissen und sich gleichzeitig zu helfen wissen –
    herzliche Grüße Ulli

    Antwort
    1. emhaeu Autor

      … im riesigen „Bauhaus“ gibt es wieder Schrauben und Nägel einzeln ….. nur Dübel noch nicht, aber vielleicht auch bald ?? –
      In Spanien ist übrigens die „Ferreteria“ noch eine Institution in jedem größeren Ort . Da wird noch über die Theke verkauft und die Verkäufer holen alles aus irgendwelchen Ecken und Anbauten heraus. Also: Deine Enkelin muss dringend mal nach Spanien!
      Einen schönen Tag! Martin

      Antwort
  2. Dina

    In England gibt es auch noch die feinen Kleinläden Nuts and Bolts nur das die anders heißen, komme gerade nicht drauf, aber schön ist es trotzdem.

    Antwort
    1. Klausbernd

      Liebe Dina,
      die heißen Hardware Stores in England und der berühmteste ist Blyth & Wright in Sheringham gleich zwei Ortschaften weiter. Die stellen nur Verkäufer über 50 ein und propagieren slow shopping, was äußerst gut angenommen wird. Sheringham, da kamen einige Meuterer der Bounty her und einige Piraten, kämpft bereits seit zehn Jahren gegen Supermärkte und Baumärkte, die es auch hier gibt – und mit Erfolg. Das ist ein Ort, dessen Hauptstraße, wo auch Blyth & Wright liegt, nur kleine individuelle Läden aufweist. Hier geht der Trend in den solventeren Gegenden wie North-Norfolk wieder zum Kram- und Tante-Emma-Laden, because it`s so charming, isn`t it?!
      Liebe Grüße aus Merry Old England
      Klausbernd
      der allerdings seine Weihnachtseinkäufe im Supermarkt von Morrison in Cromer die Tage tätigen wird. Ich fahre eben gerne mal die Küstenstraße so 20 Minuten entlang.

      Antwort
      1. emhaeu Autor

        … in solventeren Gegenden, aber hier, wie Du auf den Bildern siehst, fristen wir alle nur mit knapper Not unser Leben 😉

  3. Pit

    Hallo Martin,
    ich persönlich trauere immer noch der Eisenwarenhandlung Haack [hieß sie so?] in Bonn auf der Sternstraße nach. Ich denke einmal, es waren die großen Baumärkte, die die Kunden von den (kleineren) Läden abgezogen haben. Schade, diese „moderne“ Entwicklung. Hier in den USA ist es natürlich genauso, oder sogar noch schlimmer. Vielleicht aber auch nicht ganz, denn wir haben hier vor Ort schon so etwas wie einen Universalladen für Werkzeuge etc. Und in New Braunfels, das ist allerdings 60 Meilen weg,gibt es noch einen Hardware Store der ganz alten Prägung, schon eher ein Museum, wo z.B. die Waren noch per „Schwebebahn“ [Körbchen an Schienen unter der Decke] vom Lager zur Kasse befördert werden. Muss ich unbedingt einmal hin zum Fotografieren.
    Liebe Grüße aus dem südlichen Texas,
    Pit

    Antwort

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