The Harem

Reisen bildet. Hier zum Beispiel:

IMG_0368

Erstens lernen wir, dass „Harem“ auf Englisch „The Harem“ heißt, was wir zwar vermuteten, aber nicht wussten.

Zweitens stellen wir mit Beruhigung fest, dass in den Harem deutsche Kommunikationstechnik Einzug gehalten hat, und zwar von Sennheiser. Von dieser Firma besitzen wir einen Reisekopfhörer, ein gutes Gerät. Deshalb hätten wir dem Oberharemsverwalter – es handelte sich stets um einen kastrierten, aus Afrika verschleppten Sklaven –  guten Gewissens auch Sennheiser empfehlen können.

Drittens sehen wir mit Erstaunen dieses Smartphone-Zeichen am Eingang zu den Gemächern. Was das Zeichen dem Besucher sagen will, konnten wir nicht herausfinden, weil wir zwar ein Smartphone im Rucksack hatten, aber nicht wussten, wie das funktioniert.

Viertens müsste der Anstrich erneuert werden. Gut, der ist schon ziemlich alt, der Harem, da könnten wir ein Auge zudrücken. Scheint nicht mehr so weit her zu sein mit der Prächtigkeit des Harems. In Dubai wäre das nicht passiert.

Fünftens herrscht heutzutage im Harem Rauchverbot. Das hat uns, die wir unser Wissen über den Harem bislang eher aus der Kunstgeschichte bezogen haben, überrascht.

haremrauch

 

The Harem Bath

Ob man sich heute im Harem an das Rauchverbot hält und ob die dort eingesperrten Sklavinnen jetzt mit Smartphones und Sennheiser-Kopfhörern ausgerüstet sind, konnten wir nicht feststellen, da uns der Eintritt verwehrt wurde: Unser Ticket berechtigte nur zur Besichtigung einiger Barthaare des Propheten und vergleichbarer Schätze wie dem Turban, den Joseph getragen hat, als er die Israeliten aus Ägypten geführt hat.

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18 Gedanken zu „The Harem

  1. Frau Blau

    schön, seid ihr wieder da 🙂 (hab dich schon beim liken erwischt 😉 )
    und gleich wieder mit einem feinen Artikel, der mich zum schmunzeln bringt- danke dafür und liebe Grüße

    Ulli

    Antwort
    1. emhaeu Autor

      Wie das so ist, man ist da und doch nicht da …. etwas bleibt immer noch in der Ferne, nur der Schnupfen, den nimmt man mit …
      Einen lieben Gruß!

      Martin

      Antwort
    1. emhaeu Autor

      Istanbul, Topkapi-Palast, Harem … ist gar nicht soooo lange her, meint Wikipedia:
      „Nachdem am 24. April 1909 Truppen der Jungtürken den Harem des abgesetzten Sultans Abdülhamid II. gestürmt, den Obereunuchen an eine Laterne der Galatabrücke gehängt und die Sklavinnen und Eunuchen freigelassen hatten, wurden die Familien der Sklavinnen, soweit sie eruierbar waren, aufgefordert, ihre Töchter aus Konstantinopel abzuholen und heimzubringen (meist in den Kaukasus). Doch für viele ehemalige Haremsbewohnerinnen blieb nur der Ausweg, sich für Geld im Abendland bestaunen zu lassen. Bei einer Völkerschau in Wien vor dem Ersten Weltkrieg war eine solche Gruppe von Frauen und Eunuchen zu sehen.“
      Jetzt bin ich aber wieder daheim im Rheinischen und wandele nicht durch Paläste und Ruinen, sondern zur Post und zum REWE.

      Antwort
  2. khecke

    Alles aendert sich mit der Zeit auch im Harem – nichts bleibt so, wie in den guten alten Zeiten. 🙂
    Angenehmes Wochenende wuenscht Dir, Karl-Heinz

    Antwort
  3. dorkmaster

    Also ich fand Abrahams Soßenpfanne am besten. Leider stand nicht dabei, was für Soßen er genau darin zubereitet hat, das hätte mich mal interessiert.

    Antwort
    1. emhaeu Autor

      Oh, schade, die habe ich nicht gesehen, wahrscheinlich habe ich sie doch gesehen, aber nicht verstanden, was da auf Englisch/Türkisch gestanden hat!

      Antwort

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