Istanbul, erster Tag

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Wo mag es nur sein, dieses Istanbul, das wir von solch schönen Malvorlagen her kennen?

Am ersten Tag haben wir es nicht gefunden. Statt dessen fesselten zunächst großzügig angelegte Strassen stundenlang unsere Aufmerksamkeit.

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Eine Brücke hat man uns gezeigt, die leider im Gegenteil zu unseren schönen Kölner Brücken noch nicht fertig war.

DSC00837Die Fahrt mit dem Böötchen auf diesem Fluss da haben wir uns gespart. Kennen wir ja schon. Im Gegensatz zur Rhein-Passagier-Schifffahrt macht die Bosporus-Passagier-Schifffahrt im Winter keine Pause. Was ein Fehler ist, bei 5 Grad und Nieselregen begibt sich kein vernünftiger Kölner auf ein Schiff, die Istanbuler auch nicht, nur ein Haufen Touristen aus Deutschland, die nichts verpassen wollen, sitzen hinter den beschlagenen Scheiben und wärmen ihre Hände an der Kaffeetasse. Weiter ging es.

IMG_0404Ein Haus hatte man vor uns versteckt, schade, im Reiseführer stand, es sei eine Sehenswürdigkeit mit zweieinhalb Sternen.

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Statt dessen gab es interessante Bekleidung zu kaufen. Leider passten die Farben nicht zu unseren aktuellen Haarfarben.

DSC00900Irgendwas mit Kennedy und so eine Art Nutella. Das hat uns unsere politischen und kulinarischen Ängste genommen.

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Später hat man uns unser Hotel gezeigt. Prima, das kannten wir schon aus Köln. Und weil gleichzeitig die Istanbuler Sonne herausgekommen ist, hing der Reisesegen schon etwas gerader.

IMG_0348Oben auf dem Hotel war ein Glaskasten. Durch den konnte man in der Ferne ein paar Schiffe auf dem Fluss oder Meer oder was das jetzt wieder war sehen.

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Und schwupps, schon war es dunkel. Zum Glück gab es im Hotel kostenloses WLAN. Im Traum verirrten wir uns in einem orientalischen Glaspalast.

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7 Gedanken zu „Istanbul, erster Tag

  1. haushundhirschblog

    „Istanbul – Erinnerung an eine Stadt – In diesem Werk beschreibt Orhan Pamuk die tiefe Melancholie seiner Bewohner, im Türkischen „hüzün“ (deutsch: Trübsinn, Traurigkeit) genannt. Sie sei aus der Istanbuler Alltagskultur nicht wegzudenken“. Die Zeilen habe ich aus Wikipedia kopiert, weil ich nach Deinem Artikel den Eindruck bekam, dass Ihr sehr schnell in das Lebensgefühl der Einheimischen eingetaucht seit. Das Buch von Orhan Pamuk, Literaturnobelpreisträger 2006, ist übrigens sehr zu empfehlen. Idealerweise vor einer Reise nach Istanbul 😉
    Liebe Grüße dm

    Antwort
    1. emhaeu Autor

      Das Buch wollte ich eigentlich lesen, ein Freund wollte es mir leihen, aber dann habe ich es liegen gelassen, weil es so melancholisch sein sollte … das Lebensgefühl der Einheimischen konnten wir nicht so recht studieren, weil da, wo wir waren, die Einheimischen eine bedrohte Volksgruppe darstellten …. Einen schönen Gruß Martin

      Antwort
  2. brudertaktiker

    Istanbul ist einer dieser Städte, die einem bei jeder Reise etwas Neues offenbaren. Ich kenne keine andere Großstadt, die mich derart fasziniert und die ich derart mag. Das Idyll des alten Istanbuls, die kleinen Gässchen, die verschrobenen Häuschen – all das existiert noch, nur wenige Luftmeter von den ausgetretenen Touristenströmen entfernt. Auf den sieben Hügeln ist jedes Gässchen eine Offenbarung für sich. Das beweist auch mein Gravatar-Avatar. Mein Tipp: Nochmal hinfahren. Und dann noch einmal. Und dann nochmal. Und länger! Und dann nochmal. Vielleicht treffen wir uns ja?
    Mit osmanischen Grüßen:
    brudertaktiker

    Antwort
    1. emhaeu Autor

      Das haben wir uns auch vorgenommen: Noch mal hinfahren, und zwar mit Zeit. Bei so einer Busrundreise kriegt man halt nur einen seltsamen, einen schiefen Ausschnitt geboten! Gruß aus dem Schnee Martin

      Antwort
  3. Susanne Haun

    Istanbul ist eine interessante Stadt! Bei mir ist es zwar schon 20 Jahre her, dass ich dort war, aber die Kontraste dort sind mir noch in guter Erinnerung.
    Die Döner- und Essensbuden, die aus dem Nichts plötzlich eine Strasse beleben können …..
    Da ich im Herbst da war, konnte ich eine Fahrt auf den Bosporus wagen…..
    Ich wünsche euch einen schönen Tag, lg Susanne

    Antwort
  4. Frau Blau

    eine Stadt, die auch ich gerne einmal besuchen möchte, aber dann ohne Reiseveranstalter, das ist ja eh nicht so meine Welt, gerne hinfliegen, selbst eine Unterkunft suchen und dann stromern … meine Freundin war vor zwei Jahren dort und hatte viel Wunderliches zu erzählen, auch sie beschrieb die Moderne, neben dem Alten, ich stelle mir Istanbul als eine Art Schmelztiegel vor-

    vielen Dank für diesen kleinen EinBlick – der Glaspalast gefällt mir ausgesprochen gut, ebenso das verpackte Haus – und kaum sehe ich etwas Verpacktes, denke ich an Christo …

    gehts dem Schnupfen besser? ich hoffe es doch und wünsche es dir

    herzliche Grüße vom Regenberg Ulli

    Antwort

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