Adalbert Seipolt: Alle Wege führen nach Rom

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Der Traum jedes Bücherschreibers: Der Erstling verkauft sich über 1 Million mal. Gibt es nicht? Grass und seine „Blechtrommel“? Nein, gemessen an den Verkaufszahlen hätte Adalbert Seipolt den Nobelpreis bekommen müssen, sein „Alle Wege führen nach Rom“ ist etwa gleichzeitig mit der „Blechtrommel“ entstanden. Auch Seipolts weitere Werke erreichen riesige Auflagen.

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„Alle Wege führen nach Rom“ ist mir im kommunalen Bücherschrank über den Weg gelaufen:

Das kennst du doch, das kennst du doch ….. ? ….. ???…………………………..!!!

Klar, hat im Bücherregal meiner Mutter gestanden. Und weil mir die Illustrationen gefallen, habe ich es mitgenommen und gelesen.

Ein heiteres, leichtes, ironisch-satirisches Buch hat der Autor, ein Benediktinerpater, da geschrieben. Ironisch und – wie er selbst sagt – irenisch, was das Gegenteil von polemisch ist. Auf die satirische Schippe genommen wird eine Pilgerfahrt nach Rom, die verschiedenen frommen und frömmelnden Typen, die sich auf einer solchen Reise begegnen.

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Es geht ziemlich harmlos zu in dieser katholischen Welt der 50er Jahre, harmloser als bei Don Camillo, obwohl auch eine Kommunisten-Demo eine Rolle spielt.

Habe ich heiteren Sinnes gelesen und mich an den Illustrationen von Polykarp Uehlein erfreut. Aber noch ein Buch des gleichen Autors muss jetzt nicht noch sein.

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2 Gedanken zu „Adalbert Seipolt: Alle Wege führen nach Rom

  1. Frau Blau

    die Illustrationen gefallen auch mir und wie ich deinen Text lese, denke ich an eine Vorofrm von: ich bin dann mal weg von Harpe Kerkeling?!
    Pilgern ist ja sehr modern … 😉

    herzliche Sonntagsgrüße vom nass-kalt-grauen Berg
    Ulli

    Antwort
    1. emhaeu Autor

      Kann man eigentlich nicht sagen. Der Kerkeling denkt ja auch viel nach über Gott und die Welt, während hier weder das Pilgern noch die Frömmigkeit überhaupt in Frage gestellt werden. Eigentlich, wenn ich darüber nachdenke, ist das Buch pilgern-kritisch, denn irgendein Pilger-Erlebnis hat niemand so recht, eher Erlebnisse, die er auf jeder Rom-Reise gehabt hätte.
      Hier stürmt es, und beim Bummel über einen kleinen Kunstmarkt in Lechenich sind wir ein wenig nass geworden, die armen Aussteller hatten Probleme mit ihren Werken ….
      LG Martin

      Antwort

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