Kuhhirt – ein interessanter Sommerjob

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Es soll Leute geben, die im sich im Sommer eine Ferienwohnung mieten oder noch mehr Geld für ein Hotel ausgeben.  Es geht aber auch billiger. Mein Tipp: Kuhhirt in Asturien.

Man verdient nicht schlecht, 1200 € pro Monat, da sind das Wohnen und einige Naturalien wie Milch, Käse und ein gutes Stück erstklassiges Rindfleisch dann und wann inbegriffen. Auch die Arbeitszeiten sind nicht schlecht, 8 Stunden täglich. Gut, am Wochenende muss man auch auf die Kühe aufpassen, aber dafür hat man dann einen Tag in der Woche frei.

Meist kann man oben in den Bergen sitzen und in Ruhe den Kühen zusehen.

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Es gibt natürlich auch unangenehmere Arbeiten, z. B. einen dieser verdammten uralten dunklen Ställe ausmisten. Aber zum Glück macht das jeden zweiten Tag der Patron selbst.

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Wenn den ganzen Tag kein anderer Kuhhirt zu Besuch kommt, kann es abends auch mal langweilig werden, das stimmt.

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Aber irgendwann ist es geschafft. Die Kühe gehen schlafen und der Kuhhirt hat frei. –

Ob es noch freie Plätze gibt? Klar, die Arbeit will niemand machen. Die Jugendlichen aus dem Dorf melden sich lieber arbeitslos und verdienen sich per Schwarzarbeit etwas dazu. Der Francisco, der immerhin 45 Kühe zu versorgen hat, musste schon die Ziegen abschaffen, weil er niemand findet. Ein Schwarzafrikaner war ein paar Monate bei ihm, dann ein Grieche, der Frau und Kinder verlassen hatte und keinen Unterhalt zahlen wollte, verschiedene Rumänen, auch ein Portugiese. Einen fleißigen Deutschen (m/w) würde er sofort nehmen!

Mehr aus dem Dorf in den grünen asturischen Bergen gibt es hier zu lesen –

Für 3,90 (broschiert) bzw. 2,99 (ebook) im Buchhandel oder direkt bei Amazon

asturisch

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18 Gedanken zu „Kuhhirt – ein interessanter Sommerjob

  1. Susanne Haun

    Was gibt es denn für Sonderfälle bei den Kühen, Martin? Was ist wenn eine krank wird, wegläuft, zwei sich streiten…… 🙂 🙂 🙂
    Aber ich bin erstaunt, das ist ja wirklich gut bezahlt…..

    Antwort
  2. Frau Blau

    das nenne ich doch mal einen collen Sommerjob, auch wenn es manchmal regnen wird, der Stall auszumisten ist oder eine Kuh wiederzufinden und ähnliches mehr … tja, aber wie mir scheint, sind wir eben old – school und nicht chillig genuch
    lach und wech
    Ulli

    Antwort
    1. emhaeu Autor

      Ich habe schon Bauern gesehen, die in strömendem Regen stundenlang über die Berge gelaufen sind, um eine Kuh zu suchen. Und eine tote Kuh, die der Bauer nicht gefunden hat, nicht rechtzeitig vor der Geburt … ist leider oft gar nicht so idyllisch mit den Tieren.
      Schönen Sonntag! Martin

      Antwort
      1. Frau Blau

        ja, an solcherlei Unbill habe ich gedacht – ich hatte mal eine Freundin, die im Sommer in der Schweiz Kühe hütete und nachher berichtete – nichts destotrotz finde ich den Job lukrativ …

  3. Klausbernd

    Lieber Martin,
    du bist aber ein schicker Kuhhirte – tolle Fotos.
    Liebe Grüße und ein feines Wochenende
    Klausbernd 🙂
    voll faul…

    Antwort
    1. emhaeu Autor

      „Voll faul“, lieber Klausbernd, ist ja jetzt zweideutig oder dreideutig: (1) Ich bin faul (2) Du bist faul (3) Beide sind faul
      Schönen Sonntag! Martin

      Antwort
  4. Karl-Heinz

    Naja, man findet bei dieser Taetigkeit genug Zeit, um ueber sein Leben nachzudenken, denn ueberarbeiten und Stress scheint dabei nicht der Fall zu sein. Allerdings wuerde ich mir ein Kissen mitnehmen, damit ich nicht so lange auf den harten Steinen zu sitzen habe.
    Zwar sollte man auf die Kuehe aufpassen, aber nebenbei koennte man auf einem Laptop paar Geschichten schreiben.
    Gruss aus dem reichlich warmen NW Arkansas und ein angenehmes Wochenende.

    Antwort
    1. emhaeu Autor

      Auf die Idee mit dem Laptop bin ich noch gar nicht gekommen – aber ich besitze auch gar keinen. Wenn ich da oben bin, freue ich mich eigentlich immer, mal eine Zeit lang ohne Computer auszukommen. Man hat dann plötzlich sooo viel Zeit ..
      Einen schönen Gruss, hier ist es kühl und windig
      Martin

      Antwort
  5. ullli23

    Ist jetzt zwar auch schon wieder eine Weile her, aber ich wollte dennoch ein kurzes Feedback geben: habe das Buch auf dem kindle gelesen und hatte großen Spaß dabei, toll geschrieben, nur die Bilder kamen auf dem Reader nicht ganz so gut raus, aber die konnte ich ja hier und hier http://photolaboratorium.wordpress.com/2013/05/17/asturias-las-montanas-y-el-mar-estan-muy-juntos-berge-und-meer-liegen-sehr-nahe-zusammen-april-2013/ betrachten. Danke jedenfalls für die gute Unterhaltung!
    Liebe Grüße
    ulli

    Antwort

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