Kleine Anleitung für Anfänger: Wie man ohne viel Aufwand in kurzer Zeit 3333 Follower bekommt

Alte Hasen werden müde lächeln, aber für WordPress-Anfänger habe ich mal eine kleine Anleitung zusammengestellt.

(1) Wichtig ist, auf welche Sprache man WordPress einstellt. Da das aber ein wenig kniffelig ist, schiebe ich diesen Punkt für den Fortgeschrittenen-Kurs auf.

(2) Das Wichtigste sind natürlich die Inhalte. Ohne gescheiten Content keine Follower. Texte scheiden schon mal aus, denn der WordPresser liest nicht gerne, außerdem machen Texte Arbeit –  und die wollen wir ja vermeiden. Also Bilder, aber welche? Schöne Landschaften, interessante Orte,  je exotischer, desto besser: Nepal, Vietnam, Grönland, die Galapagos-Inseln oder das Kayangel-Atoll – so was geht immer.

Eine Reise dorthin ist zu teuer? Aber, aber, wer wird denn gleich selbst reisen. Ist doch alles schon längst tausendfach fotografiert, kursiert doch alles im Netz. Copyright ist ja so was von veraltet! Weil sich das aber noch nicht überall rumgesprochen hat, sind wir auf der Hut, wir kopieren nicht irgendwelche Bilder, die uns Googles Bildersuche liefert. Wir gehen zu http://www.panoramio.com und fischen uns aus der riesigen Menge an Bildern, die freundliche Menschen dort hochgeladen haben, damit sie auf Google Earth veröffentlicht werden, die heraus, die Google Earth abgelehnt hat. Da ist die Chance, dass das jemand merkt, etwa so hoch wie bei einem Lottogewinn.

Dazu noch einige, sagen wir mal, Retuschen. Wir kopieren in das Bild einfach unseren eigenen Copyright-Vermerk hinein. Macht ein bisschen Arbeit, zugegeben, ist aber immer noch viel einfacher, als nach Spitzbergen zu reisen, wo es zu allem Überfluss ja auch fürchterlich kalt ist.

Zur Illustration zwei Beispiele von eigenen Bildern, die Google Earth abgelehnt hat und die ich eben von panoramio.com kopiert habe:

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Man beachte den unübersehbaren Copyright-Hinweis in schwungvoller Schrift!

Das reicht aber noch nicht an Content. Gut machen sich immer Hinweise auf die verwendete Kamera und die Belichtungszeiten. Damit kann zwar niemand etwas anfangen, spricht aber alle Fotofreunde weltweit an. Weil es sowieso niemand nachprüfen kann, kann man die Angaben frei erfinden. Aber nicht zu sehr auf den Putz hauen, das könnte auffallen. Also nicht mit mehreren Leica-Modellen der M-Serie angeben. Lieber immer irgendwelche aktuellen Kameras nehmen, für die Technik-Freaks sich begeistern. Tipp: Canon EOS 5 D Mark III, Fujifilm X-Pro1 und Sony RX100 II für die schnelle Aufnahme zwischendurch. Dazu ein paar Objektive, bei Canon immer die L-Serie nehmen, das macht was her.

(3) Der Content steht, jetzt kann es losgehen. Zuerst abonnieren wir so viele andere Blogs wie möglich. Natürlich nicht irgendwelche, sondern die, die irgendwie ähnliche Interessen haben. Wir rufen also im Reader alle Blogs mit „Photographie“ auf und machen ein Häkchen bei „follow“, dann das Gleiche mit „Photography“, mit „Reise“ und Travel“, mit allen möglichen Ländern usw. usw.

Da kommt schon einmal eine Menge zusammen. Aber warum so vielen anderen „folgen“? Weil die meisten sich die Blogs ansehen, die ihnen folgen und dann oftmals im Gegenzug dem eigenen Blog folgen.

Wichtig ist, dass man die Sache weltweit anlegt, aber dazu kommen wie – wie gesagt – erst in der Fortgeschrittenen-Lektion.

(4) Das war ein einmaliger Kraftakt, in regelmäßigen Abständen sollte man Ausschau nach weiteren Blogs halten, die man dann auch abonniert. Natürlich nicht mit Email-Benachrichtigung, das wäre ein Anfänger-Fehler, der nur das Postfach überquellen lässt. Nein, für so etwas hat man den Reader.

Nun folgt die tägliche Arbeit mit dem Reader, einem äußerst nützlichen Instrument. Denn obwohl er „Reader“ heißt, liegt der Charme dieses Tools gerade darin, dass man die Beiträge der anderen gerade nicht zu lesen braucht. Die Devise lautet: Alle Beiträge aller Blogs, die man abonniert hat, mit einem „Like it“ versehen. Das geht mit Hilfe des Readers erstaunlich rasch vor sich, schon nach kurzer Zeit steigt die Like-it-pro-Minute-Leitzahl ungemein an.

(5) Wichtig ist noch das richtige setzen von Tags bei den eigenen Beiträgen. Auch dem werden wir uns der der Lektion für Fortgeschrittene zuwenden.

Das mag für Anfänger erst mal genügen. Wer diee Regeln befolgt, wird sich bald über einen ungemeinen Zustrom auf seinem Blog freuen können. Wer würde sich auch ein solches Foto (wieder aus meinem von Google Earth abgelehnten Panoramio-Bestand) entgehen lassen?

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61 Gedanken zu „Kleine Anleitung für Anfänger: Wie man ohne viel Aufwand in kurzer Zeit 3333 Follower bekommt

  1. Faktoid

    Das ist so typisch deutsch. Man ist nur wer, wenn die Zahlen gut sind.
    Ich habe, was diesen Text angeht, gemischte Gefühle.
    Wenn es Sarkasmus ist, dann ist es in bester Gerhard Polt Manier gelungen, so es ernst gemeint ist, ist es traurig.

    Sicher hat jeder, der einen Blog schreibt, mit Inhalt füllt, das Interesse von möglichst vielen betrachtet und gelesen zu werden.
    Wenn es aber darauf herausläuft, dass nur die Werte etwas über die Qualität des Inhalts aussagen, geht das doch deutlich am Thema vorbei.
    Ich schreibe, weil ich das muss, weil es mich zufrieden macht, weil es mein Schreiben, im Sinne der Übung, verbessert und weil ich Dialog möchte, der sich in gelegentlichen kleinen Diskussionen widerspiegelt.

    Mich freut ein Dialog um ein Vielfaches mehr, als likes oder Follower. Freilich erhöht sich mit steigender Zahl der Follower auch die Chance zur Diskussion, aber mir scheint das zuviel Berechnung zu sein.
    Wenn ich jemanden „like“, dann nachdem ich den Inhalt gelesen habe. Bei Bildern, wenn es deutlich wird, dass kein weiterer Content mehr kommt, like ich im Reader, ansonsten geh ich auf den Blog.

    Ich finde es schade, dass WP gehostete Blogs keinen Zugriff auf Google Analytics haben.
    In der Zeit, als mein Blog noch selfhosted war, war es eine Freude zu sehen, dass die Texte, anhand der Aufenthaltsdauer auf der Artikelseite bemessen, tatsächlich gelesen wurden. Im Schnitt verweilten die Leser zwei bis drei Minuten, was der Länge meiner Texte entspricht auf der Seite.
    Das ist ein Wert, den ich schmerzlich innerhalb de WP gehosteten Blogs vermisse.
    Und ich meine, dass das zählt, tatsächlich gelesen oder betrachtet zu werden, nicht wie viele, ich habe das „Amokliken“ genannt, über die Blogs drüber klicken.
    „Texte scheiden schon mal aus, denn der WordPresser liest nicht gerne, außerdem machen Texte Arbeit –“ Das ist mir zu zynisch.

    Antwort
    1. emhaeu Autor

      Da diese Antwort ja sicherlich nicht ironisch ist, kann ich – diesmal auch gar nicht ironisch – sagen: Volle Zustimmung!
      Und: Stimmt, es gibt doch eine Menge WordPress-Blogger, die nicht nur gerne schreiben, sondern auch gerne lesen. Zum Glück.

      Antwort
      1. luiselotte

        ….für was hab ich einen Blog, und andere Blogger, wenn ich mich mit ihnen nicht austausche. Ich möchte doch nicht den wErt meines Blogges an Zahlen messen, sondern an dem, wie bereichert ich mich fühle….

      2. emhaeu Autor

        Klar funktioniert das, es gibt da reale, lebendige Beispiele – ich will nur keine Namen nennen … Einen schönen Gruß! Martin

  2. theomix

    Inhalte werden gemeinhin überschätzt.
    Und wenn Texte: dann alle drei Monate Hesses Stufen (und jedem Bloggen wohnt ein Grausen inne). Dazu Rilke, Khalil Ghibran plus Exoten.
    Was noch fehlt: Wie hältst du’s mit YouTube-Videos?

    Antwort
      1. theomix

        Die ewig abwechslungsreichen ‚Lustiger-Unfall‘-Clips, Musik (egal was; meine Empfehlung: liebevoll bemühte Cover-Versionen) und welterklärende Zweistundendokus…

    1. emhaeu Autor

      Videos … hm, hm, die kommen in der Fortgeschrittenen-Lektion.
      Da fehlt tatsächlich auch noch als unerschöpfliche Content-Fundgrube das unerschöpfliche Reservoir von leichtiefsinnigen Sprüchen der Weisheitsliebhaber. Hätte ich doch fast vergessen…….. !
      Einen, wenn ich so sagen darf, erfüllten Sonntag wünscht Martin

      Antwort
  3. nextkabinett

    Hat dies auf Germanys next Kabinettsküche rebloggt und kommentierte:
    Lieber Martin Häusler,
    ich bin entzückt von soviel feinsinniger Ironie und danke für die praktische Anleitung. Habe viel gelernt und überlege, ob ich Germanys next Kabinettsküchentüren- und fenster sovielen potentiellen Küchentischhockern öffnen soll. Das hieße, Stühle, Geschirr, Gläser und sonstigen Küchenbedarf besorgen. Der Küchentisch ist ja ohnedies schon mit Ausziehplatten maximalst vergrößert. Ach, lieber bleibe ich beim Prinzip, den zufälligen Spaziergängern einen Platz auf dem Küchensofa anzubieten. Kaffee gibt es bei uns eigentlich immer. Ich freue mich auf Ihren Fortgeschrittenen-Kurs .
    Lieben Gruß von hier aus,
    die Social Secretary

    Antwort
  4. Xeniana

    Kann man nicht auch Follower kaufen?:)
    Ich habe auch deutlich mehr Blogs abonniert, als ich Followers habe. Mache ich tatsächlich aus Interesse. Schwieriger wird es schon bei den likes. Man ist einfach schnell versucht ein like zu setzen , weil es schnell geht und Zustimmung bekundet. Wobei ich das Kommentieren schätze.
    Soweit so gut. Höher schneller weiter -wozu? Bloggen soll doch Spaß bringen. Ich erinnere mich an einen Blog den ich mal sehr gern gelesen habe, bis sich die Betreiberin damit selbstständig gemacht hat. Seitdem besteht er fast nur aus Gewinnspielen, was wirklich schade ist.
    Ein spannender Artikel!Vielen DanK! (

    Antwort
    1. emhaeu Autor

      Wo man (fast) alles kaufen kann, wieso nicht auch Follower? Nicht direkt kaufen, aber indirekt, das könnte man so machen (und ich habe den Verdacht, ein paar berühmte Autoren machen das auch so:) Man stellt einen oder zwei Spezialisten an, die im Auftrag die sozialen Netzwerke durchforsten, Kommentare über Kommentare schreiben und überall mitmischen. Ist ein Full-Time-Job, klar, aber lohnt sich, 12 Millionen Freunde, das ist doch schon was: https://www.facebook.com/paulocoelho?fref=ts
      LG Martin

      Antwort
  5. Susanne Haun

    Welch‘ ein amüsanter Text, Martin…
    Es ist traurig aber wahr, gelesen wird wenig in den Blogs.
    Ich sehe es aber nicht als schlimm an … ich schreibe ja auch für mich selber – obwohl ich die Diskussionen in den Blogs sehr mag.
    Mein Blog ist auch meine Erinnerung.
    Einen schönen Sonntag sendet euch Susanne

    Antwort
      1. Susanne Haun

        Danke für deinen Kommentar, luiselotte.
        Ich merke aus den Gesprächen, dass mitunter meine Zeichnungen geschaut aber die Gedanken dazu nicht gelesen werden.
        Vielleicht ist das ganz gut, so kann jeder seine eigenen Gedanken aus den Linien ziehen…..
        Einen schönen Tag wünscht dir Susanne

    1. emhaeu Autor

      Eine gute Einstellung, liebe Susanne, in erster Linie für sich zu schreiben. Das Streben nach Ruhm ist verlockend, aber letztlich hohl – hat auch ein ziemliches Sucht-Potenzial. Am Ende ist der Mensch erst zufrieden, wenn er von allen geliked wird oder doch zumindest auf allen Marktplätzen Statuen von ihm aufgestellt werden, eine Briefmarke bei der Deutschen Post mit dem eigenen Konterfei ist auch nicht schlecht.

      Antwort
      1. Susanne Haun

        Das Streben nach Ruhm ist anstrengend und frustrierend, Martin.
        Denn letztendlich geht es doch auf deine Kosten. Du steckst soviel Zeit in den Ruhm, dass du nicht mehr arbeiten kannst.
        So bleibe ich lieber ein wenig sperrig….

      2. emhaeu Autor

        Und doch: Wer ist schon so weise-abgeklärt, dass er auf Ruhm (und die Anerkennung, die Zuwendung, die man sich davon verspricht) so schlechterdings verzichten kann? Wir diskutieren hier „hausintern“ oft über solche Fragen ….

      3. Susanne Haun

        Das ist wahr …. heisst es nicht „Für Ruhm, Ehre und Vaterland…..“
        Ich finde die Diskussion interessant, die aus den Beiträgen entstehen … aber das ist auch ein wenig Ruhm, oder?
        Denn Diskussionen entstehen ja nur, wenn viele es interessant finden, was man schreibt…..

  6. marie

    Hat dies auf Kein roter Faden rebloggt und kommentierte:
    ja das werde ich dann mal ausprobieren, ob das funktioniert, ich hab ja gerne viele Follower und der Blog hier ist neu, die follower aus dem anderen wollen nicht so recht wechseln

    Antwort
  7. marie

    so ich habs rebloggt, muss aber noch eins sagen, ich lese gerne gute Texte und interessante Sachen
    es ist auch mehr mal ein Test ob das auch wirklich so klappt wie du das hier beschreibst

    Antwort
  8. Photolaboratorium

    Puuhhh, das klingt nach echter Arbeit! Ist es so anstrengend „geliked“ zu werden? Oder ein neues Hobby? Anfangs hatte ich gedacht, es ist eine schöne Form seine Kreativität auszutauschen. “ Jeder Mensch ist ein Künstler“, kam mir in den Sinn. Bald habe ich bemerkt, dass es nach bestimmten Regeln funktioniert. Die Haupt-Regel scheint mir tatsächlich zu sein: gehe ich auf deinen Blog, kommst du auch auf meinen Blog. Gehe ich nicht auf deinen Blog, kommst du auch nicht mehr auf meinen Blog. Das erscheint mir hohl. Wo bleiben da die Qualitäten? Wo bleibt da der kreative Austausch, Ehrlichkeit und Offenheit? Geht es mal wieder nur um Quantität? Ums Ego? Muss ich mein Ego in Form von „like it`s“ bei Laune halten? 🙂 Eine wichtige Diskussion, wie ich finde….

    Antwort
    1. emhaeu Autor

      Mein Standard-Argument kennst Du: Wie viele Follower hätte wohl der arme Vincent van Gogh gehabt? —- Jetzt aber heißt es, die Zeit nicht mit Bloggen zu vertrödeln, wichtige Alltags-Aufgaben warten!

      Antwort
  9. puzzleblume

    Reader statt Leser – wer seine Statistiken ansieht, kann es nicht übersehen, denn da ist die Diskrepanz zwischen Seitenbesuchen und Likes offensichtlich., abgesehen davon, dass man, wenn man gerade am PC sizt, die unglaubliche „LeseGeschwindigkeit“ mancher einfach nur mit Erstaunen beobachten kann.
    Wer die Sache mit den Bildern unbedingt wissen will, wenn etwas seltsam scheint, kann ja die Google-Bildsuche per vorhandenem Einzelbild (URL) nach gleichen / ähnlichen Aufnahmen versuchen, das kann recht lustig sein und empfiehlt sich jedem Social-Network-User sowieso.

    Antwort
    1. emhaeu Autor

      Upps, das mit der Google-Bildersuche werde ich mal ausprobieren, da bin ich noch nicht drauf gekommen. –
      Und das mit den Statistiken und der Lese=Like it-Geschwindigkeit kann ich aus eigener Erfahrung nur bestätigen!
      Einen schönen Gruß aus dem Rheinland, Martin

      Antwort
      1. Andreas Hendrik

        Vor allem, wenn bei der Bildersuche deine Bilder dann in tschechichen Postershops auftauchen, wird’s komisch. Spreche da aus Erfahrung…leider. Gruesse, Andreas

      2. emhaeu Autor

        Das ist jetzt nicht sarkastisch gemeint, aber das ist doch ein toller Erfolg – meine Bilder habe ich noch nie im Postershop gesehen 😦

        Aber im Ernst: Wie hast Du das denn rausbekommen?

        Gruß Martin

      3. Andreas Hendrik

        Ich habe es mit detektivischer Arbeit herausgefunden 😉 Mein Bild der Wiesbadener Therme (http://bit.ly/H32oA8) hatte plötzlich relativ viele Zugriffe. Komisch war das, denn es steht in einem alten Post. Es war mir echt unklar, warum und woher das Interesse kam. Erst habe ich bei Goole den Suchbegriff „Wiesbadener Kasino/Therme“ eingegeben und fand zu viele ähnliche Bilder, meines war ganz unten. Da konnte es also nicht herkommen. Referrer gab es komischerweise keine. Da hab ich Google Bildersuche geöffnet, mein Bild in den Suchschlitz geschoben, und schwups: da fand ich es auf einem sehr billig aussehenden Poster-Shop. Dort stand, soweit ich verstehen konnte, dass der Betreiber keine Rechte an den Bildern habe und man hatte mein Bild mit dem Link zu meinem Blog versehen. Was das alles sollte,…? Es war alles in einer mir nicht bekannten Sprache und es gab überraschenderweise keine Kontaktadresse…So weit zur Ehre. 😉 LG Andreas

      4. emhaeu Autor

        Jetzt hatte Dein Bild vom Wiesbadener Kurhaus noch einen weiteren Zugriff …. ist ja auch ein eindrucksvolles Bild!
        Aber danke für die Tipps für die detektivische Arbeit, vielleicht sollte ich auch mal suchen ….
        In Eile, Gruß Martin

    1. emhaeu Autor

      Danke! Bitte aber um Aufklärung: Was ist „soningen“ ….. ? ……. ??? …… !! Sonnig kann nicht gemeint sein, weil es draußen graulich grau ist ….
      Aber ich kann es ja wünschen: Einen Tag sonnigen Gemüts! Martin

      Antwort
      1. AugenZeugeKunst

        Hallo Martin,
        … immer diese Tippfehler, entschuldige bitte vielmals!
        Ich habe deinen Text ganz gelesen – stell dir vor – und mich köstlich amüsiert. Danke dafür wiederholt!!
        Hier in Berlin gab es den ganzen Tag einen strahlenden blauen Himmel, der kommt bestimmt demnächst auch bei dir vorbeigeschaut – wünsche ich dir!
        Beste Grüße
        Anna

    1. emhaeu Autor

      … schon deshalb, weil ihr noch selbst fotografiert und malt. Aber im Ernst, habe mich gerade bei tumblr.com umgesehen, da scheint das Vergnügen hauptsächlich darin zu bestehen, das, was andere gemacht haben, zu rebloggen. Diese Bilder z. B. sind innerhalb von 12 Stunden über 88.000 Mal rebloggt oder mit einem Herzchen versehen worden:
      http://loveyourchaos.tumblr.com/post/63996077858
      Da fällt es unsereinem schwer, nicht ins kulturkritische Lamentieren zu verfallen ….

      Antwort
  10. marie

    ich weiß nicht ob du das alles ernst meinst was du da schreibst. aber ich hatte schon einen erfolg
    ich hab jetzt einen Follower, der hat wiederum 12.000 und mehr follower
    hätt ich ja nicht gedacht dass sowas möglich ist. ich bin dabei das mal alles nachzuvollziehen, was du da geschrieben hast.
    wir werden sehn

    Antwort
  11. buechermaniac

    Kommt es denn auf die Zahlen an? Es gibt Blogger, die sind zur fast gleichen Zeit wie ich gestartet und an mir vorbeigezogen. Macht ja nichts.
    In der Regel klicke ich den Like-Button nur, wenn ich den Artikel auch gelesen habe. Alles andere macht für mich keinen Sinn.

    LG buechermaniac

    Antwort
  12. Dina

    Lieber Martin,

    ich gebe gerne zu, ich lese den Text mit gemischten Gefühlen. Deine Texte bekomme ich als E-Mailbenachrichtigung seit ewiger Zeiten, (das lässt sich schnell in den Einstellungen überprüfen) und deine Artikel werden von mir gerne gelesen. Die „Kontrollfunktion“ die einige Blogger erwähnen und einsetzen „um zu kontrollieren, ob ich wirklich gelesen werde oder nicht“ wirkt auf mich streng befremdlich, ein Freudestöter.

    Ich behaupte immer wieder, bloggen bildet, man lernt nie aus, hier habe ich wieder Neues erfahren, noch nie habe ich etwas von dieser Bilderplattform gehört, werde aber trotzdem das Copyright des anderen beachten, 😉 sowie ich weiterhin die Arbeiten der anderen respektiere und bisweilen konstruktiv kritisiere.

    Ich habe viele Followers und mich beschleicht immer wieder ein Art Ohnmachstgefühl, da es bei WP nach der Devise do ut des geht. Darum blogge ich immer seltener und nehme mir bewusst Auszeiten. Kommentare zu beantworten, nimmt auch sehr viel Zeit in Anspruch. Es ist einfach die Benachrichtigung zu ändern; wer kein Wert auf Like its legt, kann die Benachrichtigung von „sinnlosen“ Like its abstellen und sich statt dessen nur Kommentare zukommen lassen.

    Susanne bloggt in erster Linie für sich, das sagt sie immer wieder, und sie führt es glaubhaft vor, indem sie den Blog als ein Art Archiv benutzt. Sie hat immerhin stattliche 6000 Follower. Das finde ich beachtlich und sehe es als eine Bestätigung für eine gleichmäßig gute Leistung. Hut ab!

    Also, ich blogge nicht in erster Linie um meine Bilder zu archivieren. Warum ich/wir bloggen haben wir zu genüge bereits gepostet, selbstironisch, voller Zweifel mit mehr oder manchmal weniger Freude. Fazit: die Freude am Bloggen ist das entscheidende Kriterium. Wie erhält man sich die Freude?
    Indem man einen Austausch mit Gleichgesinnten führt. Gleichgesinnte, die man nicht unbedingt im privaten Umfeld treffen würde. Das Netz ist wundervoll groß und voller Überraschungen und nette Begegnungen. Jetzt zu den Spracheinstellungen: Ich freue mich schon auf Teil II für Fortgeschrittene 😉 – ich habe Probleme mit der Spracheinstellung gehabt und es gibt immer noch Unklarheiten, ohne die jetzt hier zu erörtern, aber der Blogbeitrag darüber mit 348 Like its und 260 Kommentare sprechen für sich.

    Es ist nicht sinnlos zu bloggen. Die Blogger bekommen heute mehr und mehr Beachtung. Ich bekam eine Einladung zu Frankfurter Buchmesse, weil ich eine Bloggerin bin. Ich bekomme Bücher von den Verlagen, weil ich eine Bloggerin bin, Werbeangebote kommen schleppend etc. Je mehr Follower du hast, desto mehr Beachtung bekommst du, ganz klar. Richtig interessant wird es erst, wenn man viele Leser ausserhalb von WP hat, dann spielen Like ist und der Reader eh keine Rolle.

    Einer meiner absoluten Lieblingsblogs, es ist immer ein Highlight, wenn der gute Mann etwas veröffentlicht, ist der Blog von Steve McCurry. Er hat ca 20.000 Follower. Vor ca. 1 Jahr waren es weniger als die Hälfte. Wenn man so oft rebloggt wird und in so vielen Blogrolls erscheint, kommen die neuen Follower von allein zu dir. Ohne viel Aufwand und Arbeit.
    McCurry benutzt Bilder aus seinem unerschöpflichen Fundus, sucht sich ein Thema aus und 90% der Text zu den Aufnahmen sind Zitate von anderen. Die Verbindung von Bild + Zitat in seinen Präsentationen habe ich nicht ein einziges Mal als irritierend empfunden, im Gegenteil, aber ich liebe Zitate und bin gespannt was du uns im Teil II dazu vorführen wirst. 🙂

    Herzliche Grüße aus dem kleinen Dorf am großen Meer, auch an Roswitha!
    Dina

    Antwort
    1. emhaeu Autor

      Liebe Dina,
      Steve McCurry habe ich auch im Abo, da haben wir schon eine Gemeinsamkeit 😉
      Ich finde das ja auch alles ganz richtig, was Du schreibst, ich wollte das Ganze halt mal kabarettartig überzeichnen …
      Einen zweiten Teil wird es leider nicht geben: Hm, das war leider nur Bluff, denn ich habe keine ahnung. Ich habe die ganze lange Diskussion über Spracheinstellungen bei Dir verfolgt und hauptsächlich mitgenommen, dass das ein ziemliches Dickicht ist. Ich werde aber aufgrund eines Tipps, den ich irgendwo gefunden habe, mal einen Versuch in der Richtung starten, so ganz still und heimlich sozusagen, und dann berichten, was dabei rausgekommen ist oder auch auch nicht.

      Soweitsogut, und – ganz ironiefrei: – Viel Spaß beim Bloggen und Leben und vergiß nicht, die Klausbernd zu grüßen, falls du noch bei ihm weilst! Martin

      Antwort
  13. Stefan

    Lieber Martin, auch wenn ich beim Lesen ebenso gemischte Gefühle hatte, denke ich, dass Du mit feiner Ironie einen Treffer gelandet hast. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.
    Der Mensch sucht nach Aufmerksamkeit und die „Sozialen Netze“ laden dazu ein. Mit Trophäen, Auszeichnungen und anderes versuchen sie zu verführen, immer schön aktiv zu bleiben. Followerzahlen sind heutzutage auch überbewertet. Denn die Anzahl der Follower sagt nichts über den Inhalt aus, ist für mich auch kein Maßstab. Es gibt nur wenige Blogger, die von den Einnahmen ihres Blogs leben können. Ich kenne andere, die Zig-Tausende von Followern haben. Aber wenn es darum geht, dass sie z.B. nach Hilfe fragen, kommen kaum oder gar keine Antworten. Du hattest Tumblr erwähnt. Klar gibt es diese Posts, belanglos und tausende male rebloggt. Mein Ding ist das nicht. In erster Linie veröffentliche ich meine Bilder und Artikel für mich, und wenn es anderen gefällt und weitere Leser nachzieht, umso schöner. Da das Netz groß ist, freue ich mich, wenn sich z.B. ein Austausch über Ländergrenzen ergibt. So treffe ich manchmal auch real auf Menschen, die ich privat sonst nie kennengelernt hätte.
    Dein Blog lese ich zum Beispiel gern. Auch wenn ich es nicht kommentiere, bedeutet es nicht, dass ich es nicht lese. Manchmal geht auch ein Artikel bei mir unter. Dina hat Recht, wenn sie beschreibt, dass wenn die Beachtung, das Lesen von außen zunimmt, das Like und der Reader zweitrangig werden.
    Herzlich Grüße aus dem Norden
    Stefan

    Antwort
    1. emhaeu Autor

      Danke für den langen Kommentar – ein Treffer war mein Beitrag wohl schon, weil ich noch nie so viele Kommentare zu einem Artikel hatte. Es scheint, als ob ich da an einen Punkt gerührt habe, der viele Blogger berührt. Eitelkeit, Gefallen-Wollen auf der einen Seite, seinen persönlichen Eigenarten Ausdruck geben auf der anderen Seite: In diesem Spannungsfeld steht jeder Blogger. Wollte er gar nicht gefallen, könnte er schließlich auch ein Tagebuch schreiben und dieses mit einem kleinen Vorhängeschloss sichern. Und Erfolg zu haben und Erfolg haben zu wollen sind ja auch nichts Schlimmes, mir ging es mehr um die Methoden, die ich da karikiert habe, vor allem um das nur angedachte Experiment, einen Blog vollständig mit im Netz geklauten Fotos zu bestücken – etwas, was meiner Meinung nach ein Blogger schon einmal gemacht hat, da hatte ich jedenfalls den Verdacht, habe mich aber nicht als Detektiv betätigt.
      Tatsächlich sollte der Austausch im Vordergrund stehen, das wird mir immer klarer – und da kann es auch sein, dass man sich da besser weise beschränkt nach dem Motto „Weniger ist mehr“ …
      Einen schönen Gruß! Martin

      Antwort
  14. Karl-Heinz

    Lieber Martin, fand Deinen Beitrag interessant und witzig und es mag fuer einige wichtig sein viele Follower zu haben. Einige machen dabei auch noch ’ne Menge Geld, indem sie viele Blogger haben, die fuer sie kostenlos schreiben, nur um gelesen zu werden – siehe Huffington Post. Wie dumm muessen Leute sein, um sich derartig ausnutzen zu lassen..
    Wir beide haben einen ganz anderen Grund, weil eine langjaehrige Familienverbindung besteht, die wohl seit fast einem Jahrhundert besteht.

    Auf der anderen Seite hat das Wetter viel damit zu tun, wieviel Zeit ich vor dem PC verbringen will. Bei schlechtem Wetter sitze ich jedenfalls lieber vor meinem PC als im Regen. 🙂 Es faellt jedenfalls nicht schwer sich stundenlang auf dem Internet rumzutreiben, wo man sich auch Nachrichten und alte Filme ansehen kann.
    Eigentlich lese ich gerne – sogar die meisten Remarks von all den Leuten, die Dir zu diesem Beitrag geschrieben haben. Bilder oder Video Clips koennen unbedingt interessant sein, jedoch kann das geschriebene Wort Luecken schliessen, wozu ein Bild nicht notwendigerweise in der Lage ist.
    Meinen Blog schreibe ich in deutsch – auch auf paar Foren, waehrend ich bei Facebook fast ausschliesslich in Englisch schreibe und auf einigen meiner Websites – allerdings auch nicht alle.
    Bin ich wirklich daran interessiert, wieviel Leute meinen Blog lessen? Bin da nicht so sicher, aber ich freue mich, das ihn zumindest paar Leute lessen. Vor allem solche, die ich schon etwas laenger kenne und wo sich ein freundschaftliches Verhaeltnis angebahnt hat.
    Liebe Gruesse ueber den grossen Teich,
    Karl-Heinz

    Antwort

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