Stoppt die Auto-Waschanlagen!

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Vielleicht sollte ich eine Petition starten, online, das scheint ja gerade en vogue zu sein: Verbot aller Auto-Waschanlagen. Möglichst sofort.

Begründung: Durch die Stilllegung aller Waschanlagen könnte angesichts der 230 Millionen Autowäschen jährlich ein bedeutender Beitrag zur CO2-Einsparung geleistet werden.

Wie viel CO2 eingespart werden könnte, weiß ich nicht, obwohl ich lange rumgegoogelt habe. Die Hersteller halten sich mit Verbrauchswerten bedeckt, reden immer nur vom Wasserverbrauch. Eine vollständige Umwelt- und Energiebilanz dieser Dinger, die Produktion, Transport, Betrieb, Wartung, Demontage und Entsorgung berücksichtigt (und die Chemikalien nicht vergisst) hat wohl noch niemand erstellt. Für die Energiebilanz einer Autowaschanlage interessiert sich kein Mensch. Ich auch nicht, um ehrlich zu sein.

Aber seitdem die Tankstelle gegenüber dieses Sonderangebot hat, kommen die Waschwilligen von nah und fern, die Anlage läuft und läuft – und macht Lärm. Lärm, der mich stört, wenn ich auf der Terrasse sitze und Kaffee trinke. Da wäre ein Verbot angemessen, scheint mir.

Und wie sollen die Autos sauber werden? Ganz einfach. Alle müssen sich nur mich als Vorbild nehmen. Seit 42 Jahren bin ich mal mehr mal weniger stolzer Besitzer eines Automobils. Und in all diesen Jahren habe ich nur ein einziges Mal eine Auto-Waschanlage aufgesucht. Eine Wäsche mit zwei oder drei Eimern Spüli-Wasser pro Jahr scheint mir ausreichend. Meistens verstecke ich das Auto sowieso hinter der hohen Hecke.

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9 Gedanken zu „Stoppt die Auto-Waschanlagen!

  1. Pit

    Hallo Martin,
    da bist Du aber kein echt deutscher Autobesitzer. 😉 Sonst wuerdest Du jeden Samstag Dein Auto waschen. 😉 Eine vielbesuchte Autowaschanlage direkt gegenueber wuerde mir auch stinken. Aber vielleicht stellen die ihr Sonderangebot ja auch wieder ein.
    Habt eine feine Woche,
    Pit

    Antwort
    1. emhaeu Autor

      Wie sieht es denn in Texas aus? Wenn ich mich recht an die Südstaaten erinnere, fahren doch viele Leute mit eingestaubten Autos rum ….

      Antwort
      1. Pit

        Hallo Martin,
        Waschanlagen gibt es hier auch, aber ich glaube, die werden nicht so frequentiert wie in Deutschland. Deine Beobachtung stimmt wohl, dass hier häufiger schmutzige Autos rumfahren. Wir haben hier übrigens auch vielfach keine Waschstraßen, sondern es wird mit derHochdruckspritze gereinigt.
        Wir fahren übrigens auch ein ungewaschenes Auto. Wir haben aber eine prima Farbe: auf silber-metallic fällt der Dreck kaum auf! 😉
        Hab’s fein, und brate demnächst nicht zu sehr, wenn die Hitzewelle kommt,
        Pit

  2. khecke

    In den Sommermonaten bleiben die Autos viel laenger sauber als wenn es regnet und die Autos eher verdrecken und natuerlich ist es im Winter am schwersten die Autos sauber zu halten und dabei vor Schaden zu schuetzen. Natuerlich waere es besser, wenn alle nur noch mit dem Fahrrad fahren wuerden und die Waren mit dem Pferdewagen angeliefert werden. Wuerde den CO2 Ausstoss erheblich verringern. Auch wenn die Menschen nicht mehr atmen wuerden, koennte der COs Ausstopp erheblich verringert werden. Noch besser waere es, wenn kaum noch Menschen auf der Erde leben wuerden, dass wuerde sehr viele Probleme loesen.
    Ich habe mir gerade den Bericht beim ARD ueber das Ferienparadies auf den Ballearen angesehen, wie die Umwelt von diesem Massentourismus zerstoert wird und die Straende zur Kloake werden, sodass man oft nicht einmal im Meer baden moechte, da die Klaeanlage vollkommen ueberlastet sind und die Abwasser ins Meer geleitet werden.
    Wenn man seine Sachen nicht so oft waescht und nur einmal im Jahr ein Bad nimmt, koennte auch viel Wasser und Energie gespart werden und man koennte das eingesparte Trinkwasser nach Afrika bringen, wo die Leute nicht genug Trinkwsser haben.

    Antwort
    1. Pit

      Hallo Karl-Heinz,
      dass der Mensch die Umwelt verschmutzt stimmt – leider. Ich persönlich meine, ohne den Menschen ginge es der Welt besser. Schließlich atmen wir ja, wie Du richtig sagst, CO2 aus. Dass Pferde als Transportmittel besser wären möchte ich bezweifeln. Schon als die noch das bevorzugte Transportmittel waren, hatte New York hunderte von Tonnen Pferdeäpfel pro Tag zu bewältigen. Stell‘ Dir das mal heute vor.
      Hab’s fein in Arkansas,
      Pit

      Antwort
    2. emhaeu Autor

      Ach, lieber Karl-Heinz, die ARD-Berichte schaue ich mir schon gar nicht mehr an, die übertreiben immer maßlos, vermutlich denken sie, sonst würde sich niemand die Sendungen ansehen. — Deine diversen Vorschläge zur Einsparung von Energie und Wasser habe ich mit Schmunzeln gelesen!

      Antwort
  3. khecke

    Ich habe noch vergessen zu erzaehlen, dass ich fuer mich heute feire, denn am 29. Juni 1957 also vor 58 Jahren, bin ich als kleiner Einwanderer in New York City gelandet und wurde dabei nicht, wie die meisten Einwanderer die mit ddem Schiff nach New York City kommen bzw. kamen von der Freiheit Statue begruesst. Die habe ich mir erst ein Jahr spaeter zu Gesicht fueren koennen.
    Ich bin froh ueber meine damalige Entscheidung nach Amerika auszuwandern, wo unter anderem die Bevoelkerungsdichte erheblich geringer ist als in Deutschland und ich keine Schwierigkeiten mit Autowaschanlagen habe, die mir auf den Keks gehen. 🙂
    LG Karl-Heinz

    Antwort

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