Kreativarbeit

Wenn die Sonne nur tief genug steht, werfen auch kleine Ereignisse lange Schatten voraus. So der Kunst(handwerk)markt in unserem Dorf, der Mitte September stattfindet.

Ich musste das Plakat machen. Eine kreative Tätigkeit am Computer, für viele junge Leute heute, so hört man, der Traumberuf. Dass sie sich da nur mal nicht verträumen, die jungen Leute, denn die Freiheit der kreativen Tätigkeit war sicher nicht nur in meinem Fall arg eingeschränkt: Die Schriftart und die Anordung der bunten Buchstaben waren vorgegeben, das Logo der Kreissparkasse musste rein, das Logo und der Schriftzug des ausrichtenden Vereins sowieso. Der Text war natürlich auch festlegt, außerdem eine bestimmte Schriftgröße, da der auftraggebende Verein um die Lesbarkeit fürchtete. Und wenn man dann in einem Ansturm von Kreativität alle Vorgaben und Erwartungen unter einen Hut gebracht hat, muss man das Ergebnis dem Vereinsvorstand vorlegen, der hier eine kleine Änderung „anregt“ und dort eine kleine „Verbesserung“ vorschlägt ….

PlakatDinA3

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15 Gedanken zu „Kreativarbeit

  1. nurmalich

    Trotz (oder wegen?) der Vorgaben, Änderungsanregungen und Verbesserungsvorschlägen ein durchaus gelungenes (und hoffentlich auch werbewirksames) Plakat.

    Antwort
  2. Pit

    Das Ergebnis kann sich sehen lassen, lieber Martin. Trotz der vielen Vorgaben echt gelungen.
    Habt ein feines Wochenende,
    Pit

    Antwort
    1. emhaeu Autor

      Zum Glück. lieber Pit, ist der Termin erst Mitte September. Dazu müssen wir nämlich das Wohnzimmer ausräumen und der Rasen muss gemäht sein, weil im Garten Skulpturen ausgestellt werden.
      Heute heiß, morgen soll’s kühler ins Wochenende starten! LG Martin

      Antwort
    1. emhaeu Autor

      Ja, überall, das ist es ja, was ich meine – viele haben Flausen im Kopf und denken, da könnte man werweißwie frei arbeiten, aber überall, gerade auch bei Buch-Verlagen, gibt es enge Vorgaben, die liegt oft die gesamte Gestaltung fest, bis hin zu der Frage, welche Gedankenstriche verwnedet werden dürfen. Habe gerade das Cover für ein Büchlein von mir, das bald erscheinen wird, fertig gestellt, da das aber sozusagen im Selbstverlag erscheint, konnte ich machen, was ich wollte!

      Antwort
  3. Ulli

    so viel zur freien Gestaltung- ich habe beim lesen direkt an das Lektorat meines Kinderbuchs im Kopf, da habe ich manchmal mit den Zähnen geknirscht … selbst verlegen ist die Alternative, die ich aber auch nicht wirklich angehe, na mal sehen, bin ja noch jung 😉
    ich habe oft in den letzten Tagen an euch gedacht, war mal wieder 8 Tage in Sinzig, aber meine Güte war es sooo heiss und ich nur bedingt unternehmungslustig, sonst hätte ich euch gerne einmal wieder besucht- ein anderes Mal dann-

    schönen Sonntag euch und liebe Grüsse

    Antwort
    1. emhaeu Autor

      Mühsam ist das Geschäft des Selbstverlegens, wir kämpfen derzeit direkt an zwei Fronten – ein Buch von Roswitha, bei dem die mühevoll erstellten ersten beiden gelieferten Exemplare ziemlich schlecht gedruckt waren, da kommt bald eine hoffentlich bessere Version nach langem Briefwechsel mit dem Kundenservice —- und was von mir, wo ich schon den dritten Anlauf unternehme, weil ich schon zwei Mal vor den Schwierigkeiten kapituliert habe. …..
      ansonsten: Bis zum nächsten Mal, wenn du im Rheinland weilst! Martin

      Antwort

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