Ackerrandstreifen (2)

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Das Bild zeigt es. Jetzt ist passiert, was ich nicht für möglich gehalten hatte: Der Landwirt hat den Ackerrandstreifen nach der Ernte abmähen lassen. –

Dass auf dem Stoppelfeld schon wieder so viel Grün zu sehen ist, liegt daran, dass die Ernte dieses Jahr extrem schlecht war („Die schlechteste Ernte seit mindestens 30 Jahren“, meinte einer der Landarbeiter). Deswegen sind sehr viele Getreidekörner ausgefallen und wegen der feuchten Witterung treiben die Körner sofort wieder aus.

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5 Gedanken zu „Ackerrandstreifen (2)

  1. Ulli

    Somit kann sich das Ganze nicht aussamen und bleibt ein dünn besiedelter Randstreifen?
    Ich war von so manchem Feld auf den Rheinhöhen erschrocken, so viel schwarzes Getreide, kein schöner Anblick! Das war wirklich ein seltsamer Sommer und jetzt ist er schon wieder sehr herbstlich, wenigstens bei uns und auch erst wieder seit gestern.
    herzliche Grüsse
    Ulli

    Antwort
  2. puzzleblume

    Leider ist das die Vorraussetzung, unter der sich die Landwirte gern auf die subventionierte, halbgare „Naturschutz-Variante einlassen, weil die die dafür vorgesehenen Saat-Mischungen grossenteils aus einjährigen und nicht-heimischen Arten zusammengesetzt sind und zudem nur bis zum 31. Juli stehen bleiben müssen, also wird einer nach milden Wintern möglichen Wiederkehr damit (sogar wünschenswert!) vorgebeugt – ein wertvolles Argument zugunsten der Vernichtung von blühendem Schutz- und Futterstreifen, die bis zum terminierten Kolateralschaden-Tode dorthin gelockt wurden.
    Im Kreis Lüchow-Dannenberg haben die Blühstreifen in diesem Jahr um 6,7 Prozent zugenommen und nehmen nun von 122.000 ha landwirtschaftlich genutzter Gesamtfläche 1.425 ha ein. Tendenz wahrscheinlich steigend, denn die hier im Kreis vorwiegend mit den Landwirten besetzte Jägerschaft liebt diese Streifen natürlich auch wegen seiner Anziehungskraft als Futterangebot und Aufenthaltsort, wo Mais,Kartoffeln, Raps und Getreide zu wenig zu bieten haben bzw. die danebenliegenden Felder zu Schutz- und Pflegemassnahmen auch unter der Wachstumsperiode zum Ausbringen von Spritzmitteln zu oft befahren werden – ein Elend für Bodenbrüter, die es doch im Feld versuchen.
    Es darf in Deutschland nicht angefüttert werden, aber das tut man ja auch nicht. Ist ja alles nur den Bienen, Schmetterlingen und Sonntagsradfahrern zur Freude und den Fasanen, Wachteln und Rebhühner ein nahrhaftes Zuhause zu geben und auch Reh und Hase etwas anzubieten.
    Wie schön, dass sie nach dem Abmähen ab dem ersten August nicht lange hungrig und heimatlos bleiben müssen, denn ab da beginnt auch für etliche von ihnen die Jagdzeit.

    Antwort
    1. emhaeu Autor

      Na wenigstens ein Gutes gibt es hier hinter unserem Haus: Wegen der Nähe der Wohnbebauung sind allerlei Tiere vor Jägern sicher. – Ich htte wirklich gedacht, die Streifen müssten über Winter stehen bleiben, werde aber mal den Landwirt interviewen!

      Antwort
      1. emhaeu Autor

        Sind schon da: Jedenfalls Mengen an dicker, roter Schnecken, so viele habe ich noch nie gesehen hier. Feld-, Wühl und Hausmäuse, der Maulwurf (einer hat sich gerade im Gartenteich ertränkt), der Buchsbaumzünsler ist auch eingetroffen, die Kaninchen haben sich seit dem Frühjahr verzogen, vielleicht weil ich sie durch das Entfernen von schützendem, wuchernden Efeu geärgert habe. Der starke Rückschnitt der großen Hecke hat den Vogelreichtum etwas zurückgehen lassen, Libellen sind da und Augustmilben, die Waldohreule ist seit Mai nicht mehr dagewesen, dafür aber jeden Abend die Fledermäuse, ob es sich um die Bechstein-Fledermaus handelt, die im nahen Hambacher Frost lebt und viele Gerichte beschäftigt hat, kann ich nicht sehen, da die Fledermäuse nie still halten, ab und zu kommt der Graureiher vorbei, um zu gucken, ob sich im kleinen Gartenteich endlich Fische fangen lassen…

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