Technisches Dickicht

fernbedienung

Das müsste doch irgendwie gehen, heutzutage, dachte ich. Auf dem Sofa sitzen, vor sich das iPad, damit auf Youtube ein Konzert ansehen und den Ton über die Stereoanlage hören, die mitsamt der Boxen auf der anderen Seite des Wohnzimmers steht.

Erste Gedanke: Bluetooth. Schließlich habe ich für die iGeräte schon eine Bluetooth-Tastatur und einen winzigen  Bluetooth-Lautsprecher, so ein Ding, das manche Krachwürfel nennen. Und selbstverständlich gibt es so was schon, einen nachrüstbaren Bluetooth-Empfänger für alte Stereo-Anlagen. Ab 25 €, also nicht mal teuer. Aber: Je mehr ich darüber gelesen habe, desto mehr Zweifel habe ich bekommen, ob bei der Übertragung nicht Tonqualität verloren geht. Dann habe ich mich im Dickicht der verschiedenen Bluetooth-Standards verloren. Alles verdammt kompliziert. Und als ich dann gelesen habe, dass Bluetooth allenfalls 10 Meter weit reicht, war klar: So geht es nicht, denn da ist dann noch je nach Sitzposition das andere Sofa im Weg und das reduziert die Reichweite noch mal …

Zweiter Gedanke: Apple hat natürlich auch was im Angebot. Eine kleine Funk-Kiste, die auf den seltsamen Namen Airport-Express hört. 109 €, aber damit kann man die Sache mit WLAN regeln, ohne Qualitätsverluste. Super. Aber: Arbeitet das Airport-Dings nur mit Apples iTunes zusammen? Braucht man da irgendwelche Zusatzprogramme und/oder Tricks, um Musik aus anderen Quellen an die Stereo-Anlage zu schicken …? Wieder steckte ich mitten im Dickicht der Technik.

Dritter Gedanke: Wenn die Stereoanlage so weit weg ist, warum nicht einfach das Wohnzimmer ein bisschen umräumen, so dass ich das iPad mit einem 2m – Kabel anschließen kann? Das ist zwar voll voriges Jahrhundert, aber mit der Technik des Möbelschleppens kenne ich mich wenigstens aus  ….

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11 Gedanken zu „Technisches Dickicht

  1. Manfred Voita

    Ach ja, ich wollte Fotos von meinem Samsung Smartphone auf unserem Samsung-Fernsehen anzeigen lassen. Dafür gab es mal eine App. Funktionierte. Jetzt ist die App außer Dienst. Das alles erinnert mich an die frühen Jahre des PCs, als es noch keine Maus und keine Menüsteuerung gab, da muss noch ganz viel passieren, bis es narrensicher und komfortabel wird.

    Antwort
    1. emhaeu Autor

      Ohne Maus und ohne Benutzeroberfläche: Daran erinnern sich allmählich nur noch die „Veteranen“, dabei war das, wenn ich mich recht erinnere, bei meinem ersten Computer, angeschafft 1989, noch so. Und dann das Schreibprogramm – WordPerfect hieß das, glaube ich ….

      Antwort
    1. emhaeu Autor

      Einen schönen Gruß zurück, liebe Ulli. Aber leider funktioniert die pragmatischpraktische Lösung noch nicht, das Kabel, das ich dazu gekauft habe, ist zu kurz ….

      Antwort
  2. Pit

    Ja, die Technik, lieber Martin. Wir haben hier das Glück, dass wir YouTube direkt über Satellit [da kriegen wir Fernsehen her] auf unserem Fernseher anschauen können. Laptop und Smartphone muss ich aber auch noch per Kabel anschließen, weil die über’s WLAN nicht wollen. Aber per Kabel [Ethernet] ist – glaube ich jedenfalls – die Übertragungsgeschwindigkeit auch höher. Ansonsten habe ich noch eine externe, über den Router ans Hausnetz gekoppelte Western Digital Festplatte, die ich auch vom Fernseher aus ansprechen kann. So kann ich mir alle meine Fotos und Videos dann auch auf dem Riesenbildschirm in höchster Auflösung ansehen. Was für mich aber immer noch gewöhnungsbedürftig ist: ich brauche manchmal drei Fernbedienungen! Es wäre auch mit einer gegangen, hat man uns bei der Anschaffung gesagt, aber das System hätte $1500 gekostet. War mir einfach zu billlig! 😉
    Hab’s fein in „good ol‘ Germany“,
    Pit

    Antwort
    1. emhaeu Autor

      Hui, ein Hausnetz! Ja wenn ich so was hätte, lieber Pit, dann wäre es einfacher. Ich habe aber es aber in den fast drei Jahren, die wir hier wohnen, noch nicht einmal geschafft, das hauseigene TV-Kabel-Gedöns (in dem irgendwie der Wurm drin ist) auf die Reihe zu kriegen. Drum gibt es TV nur im Dachstübchen und wir schauen unten auf dem kleinen iPad-Bildschirm …. einen schönen Gruß aus dem ganz leicht verschneiten (besser ausgedrückt: vermatschten Rheinland, Martin

      Antwort
      1. Pit

        Ja, das Hausnetz ist schon fein. Leider aber reicht der Router aber nur bis ins Wohnzimmer – und auch da nur mit stark verminderter Leistung. Einen Repeater habe ich ausprobiert, hat aber nichts gebracht. Hätte zwar im Wohnzimmer eine etwas besserer Leistung ergeben, aber nicht bis in den Schlaftrakt gereicht. Und: ein Repeater halbiert die Geschwindigkeit im Netz. Das ist auch nicht das Gelbe vom Ei. Als nächstes werde ich mal probieren, die Daten über das Stromnetz zu schicken. Da muss ich aber hoffen, dass die beiden Steckdosen [die zum Einspeisen und die zum Empfangen] in ein und demselben Stromkreis sitzen. Mal sehen, ob das klappt. Viel Glück mit Deinen Arrangements.
        Liebe Grüße ins (vermatschte) Rheinland,
        Pit

  3. hansekiki

    Jaja die Technik 😀
    Die Airport Express funktioniert nur mit iTunes. Willkommen bei der Apfelsekte. 😉
    Die Idee mit dem Wlan ist die beste, ich hatte eine Zeitlang iPod und Computer per Kabel an die Hifi Anlage angeschlossen, da brummte es dann immer in den Boxen, zumindest wenn die auch Abspielgeräte an der Steckdose hingen. Auf Akku war’s ok. Es gibt allerdings für’s Wlan auch ein Gerät von AVM, da bist du nicht vom Apfel abhängig. Weiß aber nicht mehr genau wie das Ding heißt.
    LG kiki

    Antwort
    1. emhaeu Autor

      Brumm-Probleme hatte ich bei meiner Kabel-Lösung auch, deswegen sind schon zwei Kabel in den Keller gewandert. – Und danke für den Tipp mit dem Fritz!WLAN – Repeater. Damit müsste es auch gehen, obwohl ich beim Studium der AVM-Seite wieder die Krise bekommen habe, als ich die schönen Werbe-Texte durch hatte und in den kleiner gedruckten Einschränkungen gelandet bin.
      Erst mal bleibe ich jetzt beim Kabel, irgendwann brauche ich auch eine Lösung, um das TV-Gerät, das im Dachgeschoss verstaubt, einzubinden.
      Einen schönen Gruß Martin

      Antwort

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