Vom Shopping gesegnet

segen

1975 beschrieb Pasolini in seinen „Freibeuterschriften“, wie das Kaufen sich allmählich in eine Religion verwandelt hat, die Religion des Konsumismus, die ihre eigenen Rituale, Dogmen und natürlich auch Sünden hat. Dergleichen steht heute auf Verpackungsmaterial.

„Einkaufen bringt Segen“ – da eignet sich die Religion des Konsumismus einen seit althochdeutscher Zeit religösen Begriff an, den des Segens, ursprünglich war dabei immer an den Segen im Zeichen des Kreuzes gedacht oder doch mindestens an den göttlichen Segen. Aber welchen Segen erwirbt man beim Shopping? Ich bin diesbezüglich vielleicht etwas unmusikalisch, aber von einem Segen des Mammon habe ich noch nie etwas gespürt.

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3 Gedanken zu „Vom Shopping gesegnet

  1. puzzleblume

    Möglichkeit 1: Die Zyniker meinen mit dem Segen den Geldregen für sich selbst, wenn der Kunde einkauft.
    Möglichkeit 2: Die Angestellten der Einkaufsabteilung bekommen statt 13. Monatsgehalt und Weihnachtsgeld ein Lob.

    Antwort
    1. emhaeu Autor

      Zynismus scheint mir wenig wahrscheinlich, Verpackungsmittelherstellern dürfte das Denken um die Ecke eher fernliegen. — Ein Lob als Mitarbeitermotivation …. ?… !!

      Antwort

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