Kerzlein allerorten

War mir gestern mit einem alten Schulfreund, heute evangelischer Pfarrer, einig, dass man Weihnachten „entkitschen“ müsse. In den Zusammenhang gehört, meine ich, auch der Hinweis, dass das Weihnachtsfest heute ist, am 25. Dezember.

Und ob mit oder ohne christlichen Hintergrund: Ab heute wird es heller, das steht fest! In diesem Sinne:

Frohe Weihnachten!

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14 Gedanken zu „Kerzlein allerorten

  1. Susanne Haun

    Auch von uns frohe Weihnachten für euch beide – wir haben einen Adventkranz und Weihnachtsbaum, einen Gabentisch, Lichterketten — ja auch bei uns darf es ein wenig Kitsch zur Weihnachtszeit sein. 🙂

    Antwort
  2. Pit

    Auf dass uns und der Welt ein Licht leuchte!
    Ein frohes Weihnachtsfest [auch wenn fuer Euch der erste Weihnachtstag ja schon fast vorbei ist] und alles Gute im kommenden Jahr, wuenscht Dir und Roswitha,
    Euer Pit

    Antwort
    1. emhaeu Autor

      Jetzt ist schon alles vorbei, habe ein wenige Computerpause gemacht. Da bleibt mir nur noch, Dir alles gute im Neuen Jahr zu wünschen!
      Martin

      Antwort
  3. puzzleblume

    Hach, so willkommen, dein Beitrag! Wobei mich weniger die Kerzen stören als die illuminierten Innenstädte und Privathaushalte, die „Lichterevents“ in Zeiten, in denen man e-Autos fahren soll, um Energie zu sparen (aber dass neue Autos zu kaufen keine Energie spart, was ist damit?)
    Und dass die Menschen auf einmal meinen , ihr Leben dekorieren zu müssen wie Schaufenster, und Ende Oktober in den Halloween-Adventskonflikt geraten, dekomässig, weil es wichtig ist, dabei zu sein, nur möglichst ein bisschen schneller. Richtig machen und zeigen ist die Devise – das ist nicht verkitscht, das ist Wettbewerb. Mir scheint die Verkitschung des Weihnachstfestes war früher eine andere, ein watteweicher Seelentröster, aber der Sozialdruck beim Zeigewettbewerb scheint mir jüngeren Datums.
    Ich glaube nicht, dass man religiös sein muss, um die konsumsteuernde Gehirnwäsche durch den Handel kritisch zu sehen, aber dass ein Pastor in der Gemeinde den ganz realen Wünschen der kitschliebenden Menschen zuweilen hilflos gegenübersteht, weil das weihnachtliche Dekor die Weihnachtsgeschichte beinahe erstickt, kann ich mir vorstellen.

    Antwort
    1. emhaeu Autor

      Mir scheint jedenfalls hier im Dorf hat die Hausbeleuchtungsgeschichte deutlich abgenommen in den beiden letzten Jahren. Nun hat sich der zweifellos vorhandene Sozialdruck auf die Geschenke und das Essen verlagert, vor allem wohl auf letzteres, wenn ich mir so durch den Kopf gehen lasse, was Bekannte und Verwandte von ihrem Weihnachtsessen erzählt haben. Und dem Wein dazu, Wein, aber natürlich nur der mit dem entsprechenden Preis oder ab 92 Punkten bei X und Y, gehört ja auch immer mehr zum Sozialprestige.–
      Hier in der Kirche waren drei Weihnachtsbäume, zwei mit einer weißen LED-Kette behangen (geschmacklich auch nicht so der Renner), einer völlig ungeschmückt. Nüchternheit statt Kitsch. Habe mich gefragt und frage mich immer noch, ob „nüchtern“ der einzige Gegenpol von „Kitsch“ ist….

      Antwort
      1. puzzleblume

        Ja, das repräsentative Essen in Zeiten des Körperkultes ist schon ein Phänomen.
        Kitsch im Sinne des verkitschten Weihnachten verstehe ich eher als den geistigen Zustand, in den sich die Menschen versetzen, als wäre es eine Droge. Erwartungs von grossen Gefühlen, Wohlergehen und Genuss. Wenn man dem entgegenwirken will, indem man in der Kirche Weihnachtsbäume kaum noch schmückt, ist das nur ein unzulänglicher Protestversuch gegen die ganzen religionsfernen, volkstümlichen Weihnachtssymbole; dass auch der pseudoreligiöse Mummenschanz von Nikolaus-, Weihnachtsmann- und Christkind-Darsteller allerorten eigentlich ins Disney-hafte abgeglitten ist, das ist für mich geistiger Kitsch.

  4. Ulli

    „Entkitschen“, nicht nur das es ein Wort ist, das mir gefällt, sondern auch ein Wunsch, dem ich gerne zustimme!
    Und wirklich, heute hat sich die graue Wolkendecke endlich verzogen und die Sonne lacht.
    Liebe Grüße, Ulli

    Antwort

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