Die schönen Buchsbäume und der böse Zünsler

Quelle: Wikipedia

Jetzt krabbeln sie wieder und wollen meine Buchsbäume auffressen, die blöden Viecher. Die meisten Nachbarn haben schon aufgegeben, ich nicht. Nur ein wenig: den größten, mindestens 70jährigen Buchsbaum habe ich im Winter gefällt. Bleiben noch 5 mittelgroße Buchsbäume und zwei große Kugeln von 3 oder 4 Metern Durchmesser. Die Methode meiner Wahl ist: Absammeln.

Nun ist Absammeln allerdings ein Euphemismus, wie ihn die Gärtner-Zeitschriften bevorzugen. Meine Schwester hat das wörtlich genommen, die Raupen eingesammelt und in die braune Tonne geworfen. Worauf sie nachts alle wieder rausgekrabbelt sind. Am nächsten Tag hat sie die eingesammelten Raupen in eine Abfalltüte geworfen, die Tüte in eine weitere Tüte gesteckt und das ganze mit Tesa zugeklebt. Hat nichts geholfen, am nächsten Morgen krabbelten sie wieder die Wände der Mülltonne herunter. Darauf hat sie die Buchsbäume abgesägt.

Absammeln ohne Umbringen hat keinen Zweck. Zuerst habe ich sie mit der Gartenschere durchgeschnitten, aber das ist nicht einfach. Jetzt zerquetsche ich sie zwischen den Fingern. Das ist nicht nett zu den Raupen, aber wie kann man nett zu den Viechern sein? Mit Gift bespritzen hilft auch, allerdings nur dem buchsbaumbesitzenden Menschen, nicht der Raupe als solcher. Außerdem verursacht man bei der Methode noch einige, sagen wir: Kollateralschäden.

Und wenn man sie einfach fressen lässt? Ist mittelfristig auch nicht hilfreich, denn die sind ja blöd, die Viecher. Die fressen und fressen und zerstören die einzige Lebensgrundlage, die sie haben. Ohne grüne Buchsbäume in der Nähe geht die Population zugrunde. Also zerquetsche ich weiter täglich 30 – 50 Zünsler und freue mich am frischen Buchsbaumgrün, das sie übrig lassen.

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7 Gedanken zu „Die schönen Buchsbäume und der böse Zünsler

  1. Pit

    Raupen zerquetschen?! Igittegitt! Aber klar, was sonst, wenn man nicht zur Giftspritze greifen will. Viel Erfolg bei Deinem Kampf,
    Pit

    Antwort
      1. Pit

        Dann Viel Erfolg in – soll ich jetzt sagen? – Deinem Rueckfalls ins Jaeger und Sammlerdasein? 😉
        Hier kommen, wenn es (nach einem Regen) warm und sonnig ist, die Feuerameisen aus ihren Loechern. Oder, besser gesagt, sie werfen ihre (Erd)haufen auf. Da werde ich mich aber hueten, sie aufzusammeln. Da geht nur – leider – Chemie. Mit (heissem) Essig habe ich es mal probiert, aber das hat nicht geholfen. Jetzt habe ich eine Tipp bekommen, dass sie mit Zimt bekaempft werden koennen. Ob ich das mal ausprobiere? Nur: wo kann ich Zimt gleich tonnenweise kaufen?! 😉
        Ach ja, die Freuden des Gaertnerlebens! 😀

      2. emhaeu Autor

        Zimt wirkt aber nur zur Abschreckung, am besten zimtöl, so ein Liter für 2000 Euro würde vielleicht reichen

      3. Pit

        Danke fuer den Tipp! Also bleibt wohl doch nur die Chemie. Unser Armadillo [https://wp.me/p4uPk8-1hq] habe ich naemlich bisher noch nicht ueberreden koennen, obwohl die eigentlich Feuerameisen lieben.
        Unser Rasen wird uebrigens immer hopleriger: das Armadillo buddelt Loecher am laufenden Meter, und die Feuerameisen machen Huegel. Da wird das Rasenmaehen immer mehr zum Training fuer’s Bullenreiten! 😀

  2. puzzleblume

    Das Problem stellt sich mir zwar nicht, aber ich würde statt Zerquetschen nach dem Absammeln lieber einen Eimer und kochendes Wasser nehmen, das geht schnell und erwischt wirklich alle darin.

    Antwort

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