C. F. Meyer: Die Versuchung des Pescara

(…. weil ich hier alle Bücher erwähne, die ich gelesen habe …)

… und diesmal erwähne ich ein Buch, das ich nicht ausgelesen habe. Mache ich normalerweise nicht, aber soll ja auch Spaß machen, das Lesen.

Urlaubszeit, Lesezeit, sagt man. Und weil ich immer nur wenig Gepäck mitnehme, habe ich einen immer kleiner werdenden Stapel von Reclam-Heften, die ich schon immer mal lesen wollte. So auch diese historische Novelle von C. F. Meyer. – Spielt in der Renaissance, und wenn man sich wie ich nicht gut in der Geschichte Oberitaliens zu der Zeit auskennt, dann versteht man sowieso nicht so recht, worum es dem Autor eigentlich geht. Irgendwann habe ich beschlossen, dass ich es auch gar nicht wissen will. Das ist etwas für germanistische Hauptseminare, wobei die ersten Referate sich damit beschäftigen müssten, auf welche historische Situation C. F. Meyer mit dieser historischen Novelle reagiert, bevor natürlich die angesprochenen oberitalienischen Verhältnisse gründlich beleuchtet werden müssten ….

Beim Lesen musste ich immer wieder an ein Hauptseminar in meinem Studium denken, mein erstes. Da ging es um Goethe als Leiter des Weimarer Theaters. Meine Aufgabe war es, eine Übersicht zu erstellen, welche Stücke er hat aufführen lassen. Fast alle Theaterstücke, die er hat spielen lassen, sind heute vergessen. Ich habe mir dann die Mühe gemacht, ein paar der damals besonders erfolgreichen Stücke zu lesen. Spannende Stücke, kein Zweifel, nicht solch langweiliger Kram wie das, was Goethe oder gar Schiller fürs Theater geschrieben haben, was zur Weltliteratur gehören soll aber schon damals niemand sehen wollte. Seit dem habe ich so meine Probleme mit den Urteilen der Literaturgeschichte, auch bei dieser Novelle von C. F. Meyer.

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4 Gedanken zu „C. F. Meyer: Die Versuchung des Pescara

  1. emhaeu Autor

    Manchmal denk ich, man sollte mit Germanistik-Studenten, Lehrern und Professoren mal einen Blind-Test machen: Verschiedene Texte ohne Angabe des Autors ….

    Liken

    Antwort

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