Sommerarbeit

Man kann an den heißen Tagen mit dem Auto stundenlang über die Autobahn fahren, um dann in einer Sommerfrische zu landen, wo man schnell merkt, dass andere auf die gleiche Idee gekommen sind. Man kann auch nur ein Stückchen fahren, zum Baggersee, wo schon auf dem Parkplatz das Chaos herrscht.

Oder früh aufstehen und den Gartenweg in Angriff nehmen, der schon länger auf der Liste steht:

Porphyr-Polygonalplatten – im Geschäft hatte ich immer Probleme, die Wörter ohne zu Stottern rauszubringen. Die quadratischen Beton-Pflastersteine, die man im Vordergrund sieht, sind nur noch „so ähnlich“ zu erhalten, drum fiel die Entscheidung für die Naturstein-Platten, die auch auf der Gartenterrasse liegen. Scheinen nicht modern zu sein derzeit, die Porphyr-Polygonalplatten.  Denn der nächste Baustoffhändler musste sich erst nach einem Lieferanten erkundigen (der dann einen viel zu hohen Preis wollte), Bauhaus nahm die Bestellung dankend an, konnte dann aber nicht liefern und erst der Hornbach ließ uns nach einer Woche eine Palette vor die Tür stellen.

Noch ein paar Tage Matscherei mit Beton und Puzzelei mit schweren XXL-Puzzleteilen – dann ist der Weg fertig.

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11 Gedanken zu „Sommerarbeit

  1. Susanne Haun

    Hallo Martin und Roswitha,
    das war sicher eine wahnsinnige Arbeit! Und das bei dem Wetter. Ich bin schon sehr gespannt, wie Terasse und Weg aussehen werden. Ich hoffe, es wird im Januar kein Schnee darauf liegen 😉
    Einen schönen Sonntag wünschen wir euch!

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    1. emhaeu Autor

      Leider WAR es nicht nur viel Arbeit, sondern es IST noch viel Arbeit, denn übers verlängerte Wochenende haben wir erst Mal eine Hitze-Ruhe-Pause eingelegt – morgen geht es weiter. – Und irgendwann fällt auch im Rheinland mal Schnee; da kommt dann der Schneeschieber zum Einsatz, erwärmender Wintersport sozusagen. Eine schöne Zeit! Martin

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      1. Susanne Haun

        Irgendwann fällt überall in Europa einmal Schnee – ich wünschte es wäre schon morgen! Wir haben immernoch eine Außen-Temperatur von 26.4 Grad und es kühlt innen mit 27.2 Grad nicht ab. Micha hat mir neben dem Rechner ein digitales Thermometer gestellt, damit ich nicht den Zeitpunkt verpasse, wann es Außen kälter als Innen ist und ich die Fenster aufreißen kann.
        Weiterhin viel „Freude“ beim Verlegen der Platten von Susanne

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  2. Pit

    Hallo Martin,
    was das an Arbeit bedeutet, kann ich nachfuehlen. Ich habe eine sehr kleine Stelle hier am Haus mit Steinplatten belegt [https://wp.me/p4uPk8-vX]. Nicht in Beton, sondern in Sand. Fuer meine Knie habe ich dann gerne Knieschoner. Von einem niedrigen Stuhl aus kann ich nicht arbeiten. Da ist mir mein Bauch im Weg. 😀
    Platten (und Steine) sind hier uebrigens allerorts zu kriegen. „Landscaping Materials“ nennt sich so etwas. Man faehrt hin, laeuft rund und sucht sich aus, was man braucht, und die lefern es auch na – gegen Gebuehr, natuerlich.
    Ich wuensche Dir viel Erfolg bei Deiner Arbeit. Der Anfang sieht ja schon prima aus, und wenn es fertig ist, werdet Ihr Eure Freude dran haben.
    Liebe Gruesse und hab‘ ein feines Wochenende,
    Pit
    P,S.: Hier geht’s gleich zum Baumarkt, fuer Mulch und Schlauchkupplungen.

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  3. emhaeu Autor

    Fliesenlegern geht am besten auf den Knien, aber weil die Knie das nicht so mögen, hilft ab und an der alte Kinderstuhl. Ansonsten: Selten so viel Wasser getrunken …

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    1. Pit

      Also ich habe ein Trinkproblem, da will ich mich gerne outen. 😉 Aber ein Trinkproblem „andersrum“: ich habe Schwierigkeiten, genug zu trinken. Ohne richtig Durst zu haben, kann ich kein Wasser in mich rein schuetten. Ich verliere hier jede Menge Fluessigkeit, wenn ich radle oder draussen arbeite. Letzten habe ich bei drei Stunden relativ leichter Arbeit im Garten 4 Pfund abgenommen – alles Fluessigkeitsverlust. Da habe ich allerdings ausnahmsweise auch zwischendurch getrunken – aber nur etwas. Beim Radeln hier verliere ich mehr, als ich waehrend des radelns ersetzen kann. Der Koperper absorbiert da ganz einfach nicht genug. Mary ermahnt mich immer,genug zu trinken, aber ich schaffe es einfach nicht.

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  4. puzzleblume

    Der Baustoffhandel ist inzwischen auch zur Modeboutique mutiert.
    Ich vermisse das kühle Getränk neben dem schönen Pausen-Stuhl – oder ist der für die Bauaufsicht und nicht für den Ausführenden?

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      1. emhaeu Autor

        Ja: „Ewig dieses Gelabbere“ pflegte mein Vater zu sagen. Morgens ein Glas Milch, die Erwachsenen eine oder zwei Tassen Kaffee. Eine Zeit lang gab es in der Schule Milch oder Kakao, später nichts. Niemand aus der Klasse hatte was zu trinken dabei. Zum Mittagessen gab es auch nichts zu trinken – allerdings öfters eine Suppe und immer Nachtisch, oft Kompott. An warmem Tagen gab es nachmittags zur Vesper selbstgemachten Saft. Selten Hagebuttentee (mag ich heute noch nicht) oder heiße Zitrone. Zum Abendessen wieder nichts. Vater trank eine Flasche Bier im Sommer, im Winter sein Viertel Wein. Wir gingen ins Bett, ohne was getrunken zu haben. Mein Vater ist 89 Jahre alt geworden, meine Mutter 94 Jahre, sooo schädlich kann es nicht sein, das wenige trinken.

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      2. puzzleblume

        Ja, das war bei uns ganz ähnlich. Morgens ein Glas Milch mit Kakao, in der Schule nichts, es sei denn, ich hätte es selbst vom Taschengeld gekauft, denn Schulkakao gab es zwar auch, aber das haben nur wenige in Anspruch genommen. Mittags gab es nichts, auch wenn es keine Suppe gab, der Saft vom eingeweckten Kompott musste genug sein. Nachmittags evtl. eine Tasse Kakao, wenn die Eltern den Nachmittags-Kaffee tranken , abends ein Glas Tee – Pfefferminz oder Malve meistens. Kranksein war schön, weil man nach dem Kamillentee auch Apfelsaft bekam. Wollte man den in gesunden Tagen, musste gefragt werden. Zitronenlimonade war immer im Haus, war aber für den Vater reserviert.
        Natürlich gab es vor dem Schlafengehen nichts.
        Hm, meine Grossmutter hatte im Alter Gallensteine auch wenn sie imerhin fast 90 wurde,, mein Vater erkrankte und starb vor 80 an Nierenkrebs, was ich zwar nicht unbedingt in Zusammenhang mit dem wenigen Trinken stellen würde, aber man weiss es eben nie. Erziehung zum Aushalten war anscheinend schon ziemlich preussisch. Meine gesamte spätere angeheiratete süddeutsche Verwandtschaft kannte solche (Selbst-)Kasteiungen nicht, auch nicht die mit meinen Eltern gleichaltrige Elterngeneration und die Erzählungen über ihre Kindheiten. Darum fragte ich.

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