Gelangweilter Hund


Jeden Tag zwei Mal: Der Hunderundgang.

Erst ein Stück am Feld lang ….

…. dann rechts ab (jetzt ist die Sonne schon sehr tief) …

… und bis zum Getreidesilo, auf dem Malzfabrik steht, obwohl dort schon seit sehr langer Zeit kein Malz mehr hergestellt wird, ….

… bis zum Bahnhofsparkplatz, die Sonne ist verschwunden.

Dann …

… durch so eine Art Gewerbegebiet und schon sind wir fast wieder da:

Also: Nicht dass jemand sagt, dass sei reine Projektion. Nein, ich gehe gerne jeden Tag den gleichen Weg. Aber der Hund? Ob es dem Hund nicht langweilig wird? Will er nicht mal wo anders rumschnüffeln? Scheinbar nicht, denn wenn ich versuchsweise in die andere Richtung gehe, verhält er sich auch nicht anderes. Vielleicht wissen Hunde gar nicht, wie sich das anfühlt: Langeweile.

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8 Gedanken zu „Gelangweilter Hund

    1. emhaeu Autor

      Inzwischen, lieber Werner, ist der Hund ein fauler Hund geworden, der gar keine Lust hat, mich zu begleiten und der nur noch vorwärts geht, wenn ich ihn an der Leine ziehe. Aber er will immer raus, aber bei Seidenstickers hat er dann genug von der Natur und will zurück…
      Schönen Restsonntag nach NBB! Martin

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  1. puzzleblume

    Gewerbegebiete sind inzwischen prima Hundespazier-Areale, mit Grünflächen, Kaninchen, womöglich auch anderen Wildtieren, Markierungen von anderen Hunden von Hundebesitzern, die dieselbe tolle Idee haben…. nein, langweilig ist wahrscheinlich anders.
    Bongo z.B. schätzt es, seine bekannten Wege zu gehen, vermutlich, weil die Orientierungsaufgaben dem Hundeführer überlassen werden können, dessen Kenntnisse ja völlig ausreichen, währen der Hund sich mit den anspruchsvolleren, wirklich interessanten Dingen wie Geruchsmarken und Mäusejagd befassen kann.

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    1. emhaeu Autor

      Ach, unser Hund ist da irgendwie fehlprogrammiert. Ein Jagdinstinkt geht ihm vollkommen ab. Es laufen nämlich ab und an tatsächlich Kaninchen durchs Gewerbegebiet – interessieren ihn nicht. Dann liegt eine Katze in der Hofeinfahrt – er tut so, als ob er sie nicht bemerkt. Das einzige, was er „jagt“, sind Bienen, die versucht er mit Begeisterung zu schnappen. – Und orientierungsmäßig überlässt er sich tatsächlich völlig auf den Leinenhalter. Früher wäre er ohne Leine rumgerannt, aber inzwischen – er wird nächsten Monat 14 – steht er, wenn man ihn unterwegs von der Leine lässt, nur dumm rum und wartet, ob es nicht bald weiter geht. –
      Ist ja auch komisch: Oben in Asturien bei unserer Hütte ist kein Hund je angeleint. Unser voriger Hund war schon erheblich mobiler. Aber er lag vor der Hütte und wartete, bis jemand mit ihm spazieren ging. Der jetzige ist nur einmal ohne Begleitung weggerannt: Da kam eine Herde Schafe vorbei und offenbar erwachten doch irgendwelche Instinkte. Jedenfalls ward er nicht mehr gesehen und kam erst nach Stunden völlig verdreckt und erschöpft wieder.

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      1. puzzleblume

        Mit 14 kann man wohl davon ausgehen, dass er auch schon ein bisschen tüdelig wird. Bongo hat das von Anfang an, dass er mittendrin nicht mehr weiss, was er eben noch wollte. Wenn er an der Leine gehen „muss“ ist er auch nicht wirklich dagegen. Man hat den Eindruck, dass er direkt dankbar und entspannter ist, weil er sich vom Selberdenkenmüssen befreit fühlt. Er ist zwar auch schon neuneinhalb, aber das war immer schon so.

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