Im Tagebau

Vor einiger Zeit habe ich mal geschrieben, dass ich sozusagen mit dem Braunkohletagebau aufgewachsen bin. Jetzt hat meine ältere Schwester Fotos gefunden, von denen ich dachte, sie seien verloren. Der 4jährige auf den Bildern bin ich, begleitet meinen Schwestern. Das war wohl 1955 in der Grube „Donatus“ im heutigen Erftstadt-Liblar, da, wo heute der Liblarer See zum Bade lockt:

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14 Gedanken zu „Im Tagebau

  1. juergen61

    Schöne Motive ! Und ich glaube auch das die Papierabzüge aus damaligen Zeiten lange überdauern werden (von wie beschriebenen menschlichen Kurzschlusshandlungen mal abgesehen) Heute wird zwar viel mehr gefilmt und fotografiert…aber wirklich gute Motive werden durch die Flut an neuen Motiven schnell im digitalen Nirwana verschwinden…ganz zu schweigen von in 100 Jahren nicht mehr lesbaren merkwürdigen Dateikennungen…LG Jürgen

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    1. emhaeu Autor

      War es auch, die ganze Spielzeit über, dann die Anfänge der Rekultivierung mit dem neuen See sozusagen vor der Haustür. … noch mit meiner Tochter haben wir im Tagebau (einem anderen) gespielt. Heute ist der Tagebau (der dritte, an dessen Rand ich wohne) eine Art Hochsicherheitstrakt, was ich anfangs gar nicht begriffen habe, bis die Werksschützer einmal fast die Polizei geholt haben …..

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      1. Drittgedanke

        Ich kenne Tagebau gar nicht, nicht einmal entfernt. Hier hat’s viel Landwirtschaft und einen Salzbergbau (auf dessen Gelände immer mal wieder welche herumkraxeln – und dann kommt der Werksschutz! Einer kam mal an der Halde auf halber Höhe nicht mehr voran, nicht mehr zurück. Da musste die Bergrettung gerufen werden. In Niedersachsen…! Aber nicht lachen, die gibt’s tatsächlich!). Ich denke immer, dass solche Charaktergebiete, die man sich als Kind erspielt hat, sich besonders einprägen.

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    1. emhaeu Autor

      Habe mich auch gefreut, … ist ja so: Man hat so Bilder im Kopf, aber mit der vergehenden Zeit fragt man sich, ob man das nicht doch nur geträumt hat…. dann ist das Bild der Anker ⚓️ LG Martin

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  2. puzzleblume

    Schön, dass die verloren geglaubten Aufnahmen doch noch existieren.
    Kinder sind mangles Hintergrundwissen unvoreingenommen und machen keinen Unterschied zwischen Natur und Industrielandschaft, solange sie nur etwas Spannenderes erleben können als zuhause.

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      1. puzzleblume

        So las ich schon mal woanders, habe aber meine Zweifel an der These, weil sie nur das technische Element und seine Tücken berücksichtigt, nicht das menschliche.
        Mein Vater hatte kurz vor seinem Tod die unselige Idee, all die Fotoalben mit Fotos aus mehr als 70 Jahren zu verschlanken und alles Aussortierte und vermeintlich Übrige zusammen den Negativen und anderen Erinnerungsstücken, die ich heute noch dank meines verflixten Gedächtnisses einzeln aufzählen und beschreiben könnte, mit meiner Mutter im Garten zu verbrennen, fast wie eine ideelle Wikinger-Beerdigung seines nahezu beendeten Lebens.

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      2. emhaeu Autor

        Schade. Parallelfall: der Schwiegervater hatte sich mit seiner Familie verkracht und vor seinem Tod alle Super-8-Filme aus den 50ern von seinen Kindern vernichtet …..

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