Flaschensammlerfreundliche Flaschenentsorgung

Mach mit … natürlich mache ich mit. Die Flaschen werden im Keller gesammelt und irgendwann zurück gegeben. Unsereins verschenkt doch nicht das Pfand!

Aber die Tochter. Also, das hätte ich nicht gedacht, da lässt die Tochter doch tatsächlich so eine Pfandflasche am Kinderspielplatz stehen. Direkt neben dem Papierkorb. Das macht man so, erklärte sie, wegen der Flaschensammler, damit die nicht im Papierkorb herumwühlen müssen, sei doch viel besser so.

Pfandflaschen gibt man zurück, meinte ich. Nö, darauf die Tochter, damit gäbe sie sich nicht ab, die Flaschen erst mal rauf in die Wohnung schleppen, dann einen Platz dafür in der sowieso zu engen Küche finden und dann müsse man sich ja merken, wo man die Flaschen gekauft hat. Nein, das sei ihr zu viel.

Die Bemerkung, dass ich mir nie irgendwo eine Flasche mit etwas Trinkbarem „to go“ kaufe, sondern halt mit dem Trinken warte, bis ich wieder daheim bin, die Bemerkung habe ich mir verkniffen. Ich hätte noch dazu anführen können, dass ich während meiner gesamten Schulzeit am Gymnasium nie etwas zu trinken mitgenommen habe. Da gab es halt von 7:10 Uhr am Morgen bis um 14:00 Uhr Mittags nichts zu trinken. War so. Aber wer hört schon gern die Geschichten, die der Opa von früher erzählt…..

Wie der Zufall so wollte, war die große Kiste mit dem Leergut im Keller ein paar Tage später voll. Das war sie schon lange nicht mehr, denn, wie gesagt, unsereins schleppt nicht ständig eine Flasche mit sich herum. Gut, der ALDI nimmt nur eigene Flaschen zurück, das wusste ich. Kein Problem, aber die allermeisten Flaschen waren nicht vom ALDI. Also packte ich zwei große Taschen voll und radelte damit etwas wackelig zum Edeka, der Edeka nimmt sicherlich alle Mögliche zurück. Denkste: „Dieses Gebinde ist nicht marktüblich“ verkündete der stinkende Flaschenschluckautomat wieder und wieder. Immerhin, 5 Flaschen im Werte von 45 Cent bin ich losgeworden. Blieben noch 14 übrig.

Die 14 Flaschen drehte ich der Gattin an, die ab und an zu dem 12 km entfernten großen REWE-Markt fährt. Beim REWE, konnte ich mich erinnern, hatten wir im Sommer mal verschiedenste Limo- und Bionaden gekauft, um die durchzutesten. Und, immerhin, 8 Flaschen ist sie losgeworden.

Die restlichen 6 habe ich dann kurzentschlossen in den Papierkorb an der großen Kreuzung geworfen. Nicht eben flaschensammlerfreundlich, ich weiß.

8 Gedanken zu „Flaschensammlerfreundliche Flaschenentsorgung

    1. emhaeu Autor

      So sieht es aus, liebe Susanne! Abeer hier auf dem Dorf herrschen doch noch mehr die alten Sitten. Hier wirft man die Flaschen allenfalls aufs Feld ….
      Wünsche Euch auch ein feines Wochenende!
      Martin

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      1. Susanne Haun

        Micha und ich haben uns köstlich über die Flasche auf dem Feld amüsiert. 🙂 🙂
        Leider war das Wochenende wie immer zu kurz, wir haben einen kleinen Umzug von meinem Sohn nach München unternommen.
        Liebe Grüße senden euch nach Kerpen, Susanne und Micha

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  1. puzzleblume

    Anscheinend bist du auch mit dieser spartanischen Nichttrinken-Erziehung aufgezogen worden. Mein Mann und ich haben uns gerade erst heute darüber unterhalten. Es ist nicht gesund, dabei zu bleiben.

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    1. emhaeu Autor

      Ja, war halt so, damals. Niemand hat viel getrunken, niemand hat sich was dabei gedacht. „Diese ewige Labberei“ sprach mein Vater, als Cousinen damit anfingen. Er hat außer Kaffee morgens und mittags und einem oder zwei Gläsern Wein am Abend nie etwas getrunken. Es gab auch zum Essen nichts zu trinken, allerdings sehr oft Kompott zum Nachtisch und auch diverse Suppen. – Ich denke auch, dass pauschal bestimmte Trinkmengen nicht genannt werden können, denn der eine Mensch schwitzt mehr, der andere bewegt sich viel … heutzutage steht bei uns schon immer Wasser auf dem Tisch und neuerdings nehme ich sogar zu meinen Radl-Ausflügen eine Trinkflasche mit … lieder ist das Wasser bei den momentanen Temperaturen dann bald eisig …

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  2. Ulli

    Solche Abenteuer sind mir total fremd, hier ist es eine absolute Rarität, wenn die Pfandflaschenschlucker von Rewe/Edeka mal eine Flasche nicht annehmen – jo, da würde ich sie dann wohl auch den FlaschensammlerInnen hinstellen, wie auch immer noch-
    herzliche Grüße
    Ulli

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    1. emhaeu Autor

      Das ist vielleicht das Nord-Süd-Gefälle …. nein, im Ernst, ich glaube eher, dass das Flaschen-Hinstellen eine Sache ist, die in den Großstädten heimisch ist …
      Einen schönen Gruß zum Sonntag!
      Martin

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