Perlen zeitgenössischer Baukunst (10 und Schlussbemerkungen)

Die Begrünung des öffentlichen Raums ist eine Aufgabe, die sich heute mehr denn je stellt. Hier einige Beispiele:

Nachbemerkung

Hiermit endet die kleine Serie. Man könnte sie endlos fortsetzen. Leider. Aber genug des Sarkasmus. Es gibt genug Sarkasmus auf der Welt. Wo bleibt das Positive, Herr Rumgekritzelt?

Die meisten Bilder sind bei Spaziergängen in zwei sehr unterschiedlichen Städten auf verschiedenen Kontinenten entstanden. Mir ging und geht dabei immer ein Gedanke im Kopf herum: Mögen die Architekten eigentlich die Menschen, die doch in und mit den von ihnen entworfenen und umgesetzten Bauten leben müssen? Oder sind für die Architekten Menschen nur solche Figuren oder Puppen wie die, die in Architektenzeichnungen hineinkopiert werden? Würden die Architekten selbst gerne dort leben? Oder würden sie sagen: Nein, für mich wäre das nichts, aber die Auftraggeber, wissen Sie, die Auftraggeber lassen einem heutzutage keine andere Wahl, …

Und wenn das so ist: Was hat sich geändert seit der Kaiserzeit, als die heute so begehrten Altbauwohnungen entstanden sind? Warum konnten noch um 1930 bis heute als mustergültig geltende Neubausiedlungen und Wohngebiete entworfen und realisiert werden? Oder: Gibt es auch Fachwerkhäuser, die ähnlich kaltschnäuzig und letztlich menschenverachtend in die Gegend gesetzt worden sind? Oder ist das alles nur Nostalgie?

7 Gedanken zu „Perlen zeitgenössischer Baukunst (10 und Schlussbemerkungen)

  1. derdilettant

    Gute Architektur gab und gibt es zu allen Zeiten. Man muss sie nur finden. Im Berlin zur Nachkriegszeit wurde übrigens – in Ost wie West – Hervorragendes gebaut. (Z. B. die Gebäude der ersten Internationalen Bausaustellung im Hansa-Viertel) Und es gibt durchaus unterschiedliche Geschmäcker. Ich persönlich finde etwa die Mischung aus Sichtbeton und dezentem Grün (oder Holz) als durchaus reizvoll. Oft liegt es aber auch einfach daran, dass die Gebäude nicht gepflegt bzw. instand gehalten werden. Das macht viel aus. Und die repräsentativen Stuckfassaden nach vorne heraus der Kaiserzeit waren für Lieschen Müller auch nicht erschwinglich. Sie wohnte im zweiten, dritten oder vierten Hinterhof (und jetzt, wo die hübschen Fassaden renoviert und mit aufgebrezelten Dachgeschossetagen optimiert wurden, wird sie wieder verdrängt bzw. gentrifiziert). Schöne Fotos!

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    1. emhaeu Autor

      Ja, ich hätte dazu schreiben sollen, dass es selbstverständlich gut, je herausragende moderne Architektur gibt, nicht nur bei dem einen oder anderen Museumsneubau (Columba-Museum Köln!), sondern auch bei Mehrfamilienhäusern und Wohnsiedlungen – ist mir gerade vorige Woche bei einem Spaziergang durch Köln-Sülz/Lindenthal aufgefallen ….

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      1. Susanne Haun

        Wäre das nicht etwas für eine neue Serie, Martin? Gute Architektur?
        Wobei gut ja subjektiv ist. In einer Wohnzeitschrift habe ich gerade Fotos von einem Modernisierten Reihenhaus gesehen, in denen innen alles in Beton gehalten war. Die Besitzer mochten das, es war trotz Kind auch sehr minimalistisch eingerichtet. Ich würde Depressionen in solch einem Haus bekommen. Ich dachte sofort an deine Serie.
        Einen schönen Freitag wünscht dir Susanne

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      2. emhaeu Autor

        Liebe Susanne, auf Instagram folge ich mehreren Leute, die interessante moderne Architektur vorstellen, vor allem dem AD-Magazin (oder so ähnlich). Da sieht man oft ganz tolle Bauten und Inneneinrichtungen. …. Aber das ist eine Idee, ich könnte hier in den Dörfer gelungene Bauten fotografieren, die gibt es ja zum Glück auch …😃

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      3. Susanne Haun

        Lieber Martin, das AD Magazin leihe ich mir immer online aus der Bücherei und lese es auf meinem Tablett.
        Ich finde es auch sehr interessant.
        Ich bin deshalb vielmehr interessiert, was du in euren Dörfern fotografierst.
        🙂

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