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Zimmereise XVI zum Buchstaben Q: Die Qualle

Dass ich keine Qualle hier im Zimmer habe, dürfte klar sein. Aber wenn ich eine Zimmerreise zum Buchstaben Q scheiben will, dann muss ich die Regeln etwas dehnen. Nicht einmal ein Foto von der Qualle habe ich, nur diese Bilder finden sich in meinem Kinder-Photoalbum:

Wijk an Zee 1961 habe ich damals in das Album geschrieben. Jedes Jahr, wie man sieht, fuhr die Familie im Sommer nach Holland an den Strand. Wir mieteten immer ein ganzes Ferienhaus etwas vom Meer entfernt. Ein ganzes Ferienhaus, weil inclusive meiner Mutter (der Vater blieb daheim), meinen Geschwistern, deren Partnern und Kindern, Freunden und Cousinen immer mindestens 10 Personen dabei waren.

Auf dem Bild links oben hatte ich noch Spaß, was sich aber bald änderte. Denn beim Baden im kalten Meer (in Holland ist das Wasser immer zu kalt) hatte ich plötzlich so eine Qualle auf dem Rücken, ein ziemlich großes rotes Ding auf meinem schmalen Rücken. Das Ding ließ sich abschütteln, aber bald tat der Rücken so weh, dass wir zum Notarzt gefahren sind. Eine Feuerqualle, lernte ich, und das leuchtete mir sofort ein, denn der Rücken war rot wie Feuer und schmerzte wie verbrannt. Was der Arzt gemacht hat, weiß ich nicht mehr, aber es wurde langsam besser.

Was nicht so schnell besser geworden ist, ist meine Angst vor Quallen. Natürlich sind die meisten harmlos, aber wenn irgendwo Quallen in Sicht kommen, gehe ich nicht ins Wasser. Fällt mir auch nicht schwer, denn ich bin noch nie so ein großer Badefroh gewesen.

Der letzte Pinselstrich

Geschafft, heute aber ich nach über einem Jahr (nun gut, ich habe längst nicht jeden Tag dran gearbeitet) das letzte Stück Zaun angestrichen. 13 Elemente mit je 28 Stäben + Garageneinfahrtstor + 2 Gartentörchen abschleifen bis aufs Metall, grundieren, 2mal anstreichen = elende Schufterei.

Es handelt sich deshalb um so viele Elemente, weil wir ein diesbezüglich ungünstig geschnittenes Eckgrundstück haben. Aber jetzt ist Schluss, jetzt wird die Hecke wieder drüber wachsen. Pinsel ist gesäubert, Werkzeug verstaut. Als ob es nichts mehr zu Schleifen und Streichen gäbe … aber das Gitter der oberen Terrasse will noch von Rost befreit werden ….

Als Erftstadt noch Liblar hieß …

Das neueste Produkt aus meiner „Büchermanufaktur“, wie man das hochtrabend nennen könnte, wenn jemand stundenlang am Computer sitzt und aus vielen alten Fotos und einem Text ein Buch zusammenbastelt.

So sieht das Buch aus – das Cover, das ich gemacht habe, zeigt den Autor mit seinen Eltern 1954. Da kannten wir uns schon, aus dem Sandkasten. Dieter nämlich wohnte auf der selben Straße knapp 100 Meter weiter. Nun hat er Erinnerungen aus der Kindergartenzeit und der Schulzeit zu Papier gebracht, manche Texte, die in dem Buch versammelt sind, hat er schon mit großem Erfolg in Liblar öffentlich vorgetragen.

In Liblar, wie wir immer noch sagen (wobei zwischen Oberliblar und dem von den Oberliblarern Unterliblar genannten eigentlichen Liblar Welten lagen), obwohl es längst Erftstadt heißt, ein Name, der wegen der Flut um die Welt gegangen ist.

PS.: Die Bildqualität des Covers oben ist nicht gut, es handelt sich um einen Screenshot aus dem Katalog von BoD. Mein Computer hatte nämlich am Montag einen unerklärlichen aber totalen Zusammenbruch und ich muss erst alle möglichen Programme neu installieren. Zum Glück kein Datenverlust, weil ich alles einigermaßen Wichtige immer auf einer externen Festplatte speichere – was ich hiermit allen, die das nicht tun, noch mal ans Herz legen möchte ….