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Nur so eine Farbdose

Ja, nur so eine verschmierte Farbdose habe ich fotografiert und in Instagram gepostet. Für die Serie: Bilder aus meinem alltäglichen Alltag. Immerhin habe ich die Farbe vorher selbst auf zwei Heizkörpern verteilt. –

Habe ich kein einziges Herzchen für bekommen.

Gestern waren wir in einer Ausstellung des Vereins der „Fotofreunde Düren“. Viele Bilder in schönen, großen Räumen. Viel technische Perfektion, fast alle Bilder recht stark digital bearbeitet. Fast alle Bilder ziemlich langweilig. Mein Eindruck: Die Fotofreunde trauen ihren Motiven nicht, sie finden ihre Motive selbst langweilig und wechseln so lange die Objektive bzw. schrauben so lange an diversen Reglern bei Photoshop herum, bis sich irgendwie was „Tolles“ ergibt. Etwas, was man oft sieht. Ein „tolles Bild“ darf offenbar nicht die Wirklichkeit so zeigen, wie sie ist.

Drum bleibe ich auch ohne Herzchen bei meinen alltäglichen Bildern aus meinem Arbeitsalltag. Morgen wird mal wieder Efeu rausgerissen. Weil mangels Regen das Gras nicht wächst, ist die Kompost-Tonne leer. Braune Tonne, aus der Efeu rausquillt – prima Foto-Motiv.

Noch mal Instagram

Joh un do han isch  hin un her üvverlaat (um mal ein bekanntes kölsches Lied zu zitieren) und dann habe ich kurzerhand meinen gesamten Instagram-Account gelöscht und ….

… einen neuen angefangen, der jetzt streng auf Bilder von meinen täglichen kleinen und größeren Arbeiten beschränkt wird. Eine, wie ich im vorigen Beitrag geschrieben habe, kleine private Chronik. Mal sehen.

Das ist das erste Bild:

Ein Jahr Instagram

Seit einem Jahr bin ich jetzt bei Instagram – und es hat sich eine gewisse Müdigkeit breit gemacht.

Da ist einmal die Tatsache, dass Instagram (fast) rein bildbasiert ist. Das ist nicht so recht meine Sache, denn ich erzähle gerne was zu den Bildern. Man kann „Herzchen“ sammeln, aber mit Kommentaren ist es auch nicht weit. Mir scheint, in der Instagram-Welt beschränken sich Kommentare in der Regel auf „Wow!“ oder irgendwelche mehr oder weniger kreativ aneinander gereihte Icons.

Zum anderen ist da etwas, was man hochtrabend Sinnkrise nennen könnte. Millionen (oder sind es Milliarden?) Bilder werden da rund um die Uhr hochgeladen. Eine ganze Reihe von Spitzen-Fotografen, dann Tausende (oder Millionen?) Bilder, die auch gut, sehr gut, ausgezeichnet oder bemerkenswert sind. Ziemlich sinnlos, da mitmischen zu wollen, scheint mir. Follower hat man bei Instagram bald eine Menge, aber die meisten sind nur Schein-Follower, Leute, die irgendwelche kommerziellen Interessen verfolgen und auf diesem Wege auf sich aufmerksam machen wollen. Und die wirklichen Follower, das sind dann doch wieder die guten alten Bekannten aus dem realen Leben oder von WordPress.

Ich müsste mir was Neues überlegen. Sozusagen eine Marktlücke. Blumenfotos, Reisefotos – da gibt es genug Leute, die das viel besser können als ich. Vielleicht beginne ich mit einer Reihe, die meinen täglichen Arbeitsalltag dokumentiert. Mit dem Bild oben habe ich schon mal angefangen. Sind zwar nicht meine Handschuhe, aber die lagen zufällig herum…. Mein Arbeitsalltag interessiert wahrscheinlich auch nicht gerade Millionen Bildbetrachter rund um den Planeten, aber so entstehe mit der Zeit Bilder, die zeigen, was ich so mache, wenn ich nichts besonderes mache. So habe zumindest ich selbst etwas davon, eine kleine Chronik der alltäglichen Arbeitslust/last.