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Alles, was sonst nirgends hin passt

Haben, Alles-Haben, Nix-Haben

Quelle: Wikipedia

Ach, was waren das für Zeiten. Gar nicht so lange her. Schallplatten musste man haben, viele Schallplatten, je mehr, desto besser. Später Cds, Videos, DVDs. Je mehr, desto besser. Und damit sie niemand übersah, wurden sie in eigens angeschafften Regalen präsentiert.

Alles vorbei. Der Besitz von Tonträgern oder Videos ist „voll voriges Jahrhundert“. Nicht mal im Speicher seines Smartphones sammelt man noch. Man zieht Musik und Bilder aus einer Wolke.

Hat der Mensch sich weiter entwickelt? Vom Verliebt-Sein in das Kaufen, Horten und Vorzeigen zum Genießen dessen, was da aus der Wolke, sozusagen aus dem Äther strömt? Gut, schon das Radio strömte aus dem Äther, die Fernsehwellen auch – aber Radiohörer wie TV-Konsumenten waren ja zum Kollektiv gezwungen. Jetzt macht sich jeder sein eigenes Programm.

Schön wär’s. Die Wolke: Ein Begriff, der so genial wie falsch ist. Die Wolke ist bekanntlich nichts als ein Haufen von Rechnern, die so gar nicht ätherisch durch den Himmel ziehen, sondern ganz irdisch-schwer irgendwo rumstehen. Und wenn dort irgend jemand den Stecker zieht, dann hat man nicht alles, was man will, sondern nix. Mal ganz abgesehen davon, dass sich Diktatoren aller Art nichts schöneres vorstellen können, als so eine Menge von Untertanen, die auf die von ihnen kontrollierte Wolke angewiesen sind.

 

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So viel Schnee!

Kleiner Fund im geerbten Fotostapel:

Schaut mal, mag der Fotografierende gesagt haben, als er den in Österreich zurück gebliebenen Verwandten dieses Foto gezeigt hat, schaut mal, wie viel Schnee wir in Nevada haben! Und so ganz nebenbei konnte er damit auch zeigen, zu welch schickem Wagen er es gebracht hatte.

Alte Bilder

Vor einiger Zeit schon ist eine Verwandte von mir verstorben, in Kalifornien. Der Nachlassverwalter fragte, was mit persönlichen Erinnerungsstücken geschehen solle. Keiner der Hinterbliebenen hatte irgendein Interesse. Aber die hinterlassenen Fotos. Wollte auch niemand haben, nur ich, ich habe einen Hang zu alten Photos.

Jetzt ist das Paket aus den USA gekommen. Ein paar 100 Aufnahmen aus der Zeit von 1965 – 1980. Farbbilder, fast alle schon recht stark verblichen und farbstichig (die Beispiele, die ich hier poste, hab ich mit Photoshop aufgebessert). Bilder, die jemand gemacht hat, der, vorsichtig gesagt, kein Händchen fürs Fotografieren hatte. Ganz selten mal ein Gesicht, das ich kenne, eine Landschaft, die ich einordnen kann.

Aufheben oder doch wegwerfen? Ich habe mir die Bilder noch mal in Ruhe durchgesehen, etwa 15 aussortiert und den Rest nicht ganz ohne schlechtes Gewissen zum Altpapier gegeben.