Archiv der Kategorie: Garten und Natur

Alles total BIO

Besuch bei Bekannten, kleiner Rundgang durch den Garten. Neue Hochbeete haben sie angeschafft, zusätzlich zu den schon vorhandenen stehen jetzt 6 weitere große Kästen aus Holz und Metall im Garten rum. Sind ja so praktisch.

Das Problem, so erzählen sie, sei nur gewesen, die Kästen mit Erde zu füllen. Bei 500 m2 Garten wird ja wohl Erde aufzutreiben sein, meinte ich. Mit der Gartenerde, erfuhr ich, ist nichts mehr los. 42 Jahre Blumen und Gemüse, die ist einfach hin. Vorsichtshalber – man ist ja ein wohl erzogener Mensch und weiß sich als Gast zu benehmen – sagte ich dazu nichts.

Aber wie habt ihr die Kästen denn voll bekommen, fragte ein anderer Gast. Zuerst allen Kompost, den wir auftreiben konnten, war aber viel zu wenig, erzählte der Hausherr. Na ja, die Vorstellung, man könne seinen Garten komplett über eigenen Kompost versorgen, ist mir schon immer wie so eine Art Perpetuum Mobile vorgekommen, aber so ein Gartenrundgang schien mir nicht der rechte Zeitpunkt für derartige Grundsatzdiskussionen zu sein.

Zum Glück gab es im Baumarkt gerade ein Sonderangebot, plauderte der Hausherr weiter, supergünstig, passte natürlich nicht alles in den Kofferraum. Dann bin ich zurück gefahren, hab den Anhänger geholt und den voll geladen, dann noch einen Anhänger voll, insgesamt 40 Säcke. Insgesamt 72 Kilometer Fahrtstrecke, rechnete ich im Stillen.

Das eigene Gemüse ist halt das beste, wurde weiter geplaudert, alles total bio. Und schaut mal, wie der Salat wächst, ganz ohne Chemie und Kunstdünger. Klar, dachte ich, Gartenerde in Säcken wächst ja auf Bäumen und wer liest schon, was unten in der Ecke auf jedem Sack steht: Enthält in ausreichender Menge Stickstoff, Phosphat und Kalium mineralischer Herkunft.

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Die schönen Buchsbäume und der böse Zünsler

Quelle: Wikipedia

Jetzt krabbeln sie wieder und wollen meine Buchsbäume auffressen, die blöden Viecher. Die meisten Nachbarn haben schon aufgegeben, ich nicht. Nur ein wenig: den größten, mindestens 70jährigen Buchsbaum habe ich im Winter gefällt. Bleiben noch 5 mittelgroße Buchsbäume und zwei große Kugeln von 3 oder 4 Metern Durchmesser. Die Methode meiner Wahl ist: Absammeln.

Nun ist Absammeln allerdings ein Euphemismus, wie ihn die Gärtner-Zeitschriften bevorzugen. Meine Schwester hat das wörtlich genommen, die Raupen eingesammelt und in die braune Tonne geworfen. Worauf sie nachts alle wieder rausgekrabbelt sind. Am nächsten Tag hat sie die eingesammelten Raupen in eine Abfalltüte geworfen, die Tüte in eine weitere Tüte gesteckt und das ganze mit Tesa zugeklebt. Hat nichts geholfen, am nächsten Morgen krabbelten sie wieder die Wände der Mülltonne herunter. Darauf hat sie die Buchsbäume abgesägt.

Absammeln ohne Umbringen hat keinen Zweck. Zuerst habe ich sie mit der Gartenschere durchgeschnitten, aber das ist nicht einfach. Jetzt zerquetsche ich sie zwischen den Fingern. Das ist nicht nett zu den Raupen, aber wie kann man nett zu den Viechern sein? Mit Gift bespritzen hilft auch, allerdings nur dem buchsbaumbesitzenden Menschen, nicht der Raupe als solcher. Außerdem verursacht man bei der Methode noch einige, sagen wir: Kollateralschäden.

Und wenn man sie einfach fressen lässt? Ist mittelfristig auch nicht hilfreich, denn die sind ja blöd, die Viecher. Die fressen und fressen und zerstören die einzige Lebensgrundlage, die sie haben. Ohne grüne Buchsbäume in der Nähe geht die Population zugrunde. Also zerquetsche ich weiter täglich 30 – 50 Zünsler und freue mich am frischen Buchsbaumgrün, das sie übrig lassen.

Unser Plattenbau

Die Terrasse ist erneuert, was tun mit den 160 Betonplatten, die nicht mehr gebraucht werden?

Wir haben einen Plattenbau-Hochbeet-Steingarten angelegt:

Na gut, sieht noch ziemlich roh aus – aber mit einiger Fantasie kann man sich vorstellen, wie das Ding aussehen wird, wenn die Pflanzen wuchern und aus allen Löchern irgendetwas heraussprießt. Hoffentlich klappt es.