Archiv der Kategorie: Neues Haus

Sommerarbeit

Man kann an den heißen Tagen mit dem Auto stundenlang über die Autobahn fahren, um dann in einer Sommerfrische zu landen, wo man schnell merkt, dass andere auf die gleiche Idee gekommen sind. Man kann auch nur ein Stückchen fahren, zum Baggersee, wo schon auf dem Parkplatz das Chaos herrscht.

Oder früh aufstehen und den Gartenweg in Angriff nehmen, der schon länger auf der Liste steht:

Porphyr-Polygonalplatten – im Geschäft hatte ich immer Probleme, die Wörter ohne zu Stottern rauszubringen. Die quadratischen Beton-Pflastersteine, die man im Vordergrund sieht, sind nur noch „so ähnlich“ zu erhalten, drum fiel die Entscheidung für die Naturstein-Platten, die auch auf der Gartenterrasse liegen. Scheinen nicht modern zu sein derzeit, die Porphyr-Polygonalplatten.  Denn der nächste Baustoffhändler musste sich erst nach einem Lieferanten erkundigen (der dann einen viel zu hohen Preis wollte), Bauhaus nahm die Bestellung dankend an, konnte dann aber nicht liefern und erst der Hornbach ließ uns nach einer Woche eine Palette vor die Tür stellen.

Noch ein paar Tage Matscherei mit Beton und Puzzelei mit schweren XXL-Puzzleteilen – dann ist der Weg fertig.

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Morsche Birken

Damit nicht jemand denkt, ich wäre ein notorischer Birkenverächter und Baumabhacker …

Hier sieht man morsche Äste und Zweige:

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… und hier einen drohend über dem Weg zur Garage schwebenden abgebrochenen Ast:

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Und im Hintergrund: Das herrliche Frühlingswetter!

 

Birken und Baumschutz

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Beim Sägen und Holzspalten heute hatte ich genug Zeit, um über die Baumschutzsatzung nachzudenken. Immerhin ist das Thema für mich weiter aktuell, denn die beiden Birken auf diesen Fotos werden auch noch dran glauben müssen, weil die Kronen verdorren und  Äste herunterfallen.

Zuerst habe ich mich gefragt, ob die ganze Baumschutzsatzung überhaupt eine Wirkung hat. Dürfte ich dergleichen als Bürger, würde ich so eine Art parlamentarischer Anfrage an den Rat der Stadt Kerpen stellen und nachfragen, wie viele Bäume im Laufe der letzten 10 Jahre aufgrund der Baumschutzsatzung vor dem Fällen gerettet worden sind. Wahrscheinlich kein einziger, denn entweder es wurde ein Fällgenehmigung erteilt oder es wurde schwarz gefällt oder der Baum mit Tricks absichtlich krank gemacht – eine Methode, von der mir ein Nachbar erzählte.

Dann geriet ich mehr ins juristische Grübeln. Wieso eigentlich hat, wenn es um Bäume in privaten Gärten geht, der Naturschutz einen höheren Rang als der Schutz des Privateigentums? Gehört mein Baum nur dann mir, wenn es darum geht, die Blätter vom Bürgersteig zu entfernen? Und ob es juristisch haltbar ist, dass die Stadt mir nicht nur vorschreibt, welche Bäume ab welchem Stammumfang erhaltenswert sind und welche nicht (Nadelbäume z. B. dürfen generell gefällt werden, offenbar auch die drei uralten Mammutbäume, die ein Nachbar in seinem Garten stehen hat …), sondern mir auch vorschreibt, welche Bäume ich – falls eine Fällgenehmigung erteilt worden ist – als Ersatzpflanzung zu pflanzen habe. Nur einheimische, echte deutsche Bäume sind erlaubt, zwei deutsche Eichenarten, aber nicht die fremdländische Platane; auch bei Obstbäumen ist die Sorte genau festgelegt. Dumm: die 10 Obstbäume, die ich letztes Jahr gepflanzt habe, sind in dem Katalog der erlaubten Bäume nicht enthalten. Erlaubt ist nämlich nur der Naturschutz, der dem Naturschutz entspricht, den die städtische Obrigkeit dem Bürger verordnet.

Die Obrigkeit in ihrer Weisheit muss den dummen oder renitenten Bürger davon abhalten, sich an der Natur zu vergehen. Ob es in Frankreich oder Italien auch eine Baumschutzsatzung gibt? Wohl kaum, dergleichen scheint mir eine deutsche Spezialität zu sein. Mag die Obrigkeit schwarzweißrot, braun, rot oder halt grün daher kommen.

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