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Amphibienschutzzaun

Fleißige Tierschützer haben vor Jahren einen Amphibienschutzzaun quer durch den Wald gelegt, den man heute Hambacher Frost nennt. Denn dort gab es früher einige moorähnliche Feuchtgebiete und nicht weit davon entfernt rauschte der Verkehr auf der A4 vorbei. Ein guter Schutzzaun, ordentliches Material, pro laufendem Meter mit mindestens einem speziellen Stahlstab befestigt.

Vor fünf Jahren ist die Autobahn verlegt worden und von den Feuchtgebieten ist nichts mehr zu sehen, da auf der einen Seite die Kiesgrube, auf der anderen Seite der Tagebau immer näher heranrücken und der Grundwasserspiegel radikal abgesenkt worden ist. Außerdem – last but not least – war es in den letzten Jahren bekanntlich extrem trocken.

Der Schutzzaun ist verfallen, stellenweise kaum noch sichtbar, über weite Strecken haben sogenannte Aktivisten die Stahlstäbe entwendet und beispielsweise zum Barrikadenbau verwendet. Nur das ganze Plastikzeugs liegt noch herum.

Im Tagebau

Vor einiger Zeit habe ich mal geschrieben, dass ich sozusagen mit dem Braunkohletagebau aufgewachsen bin. Jetzt hat meine ältere Schwester Fotos gefunden, von denen ich dachte, sie seien verloren. Der 4jährige auf den Bildern bin ich, begleitet meinen Schwestern. Das war wohl 1955 in der Grube „Donatus“ im heutigen Erftstadt-Liblar, da, wo heute der Liblarer See zum Bade lockt: