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Palm Desert Art Museum (Kalifornien 6)

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Ein schönes kleines Museum, zwischen Highway 111, Wüste und Felsen gelegen. Eintritt Dank einer großzügigen Spende frei. Also nix wie rein!

In den Außenanlagen ein kleiner Skulpturengarten, schön angelegt, der Gegend angepasst mit vielen Steinen und Kakteen, ein kleiner künstlicher Wasserfall (mit geschlossenem Wasserkreislauf, nehme ich mal an) darf nicht fehlen.

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Drinnen eine Still-Leben-Ausstellung. Nicht viele Werke, da kann man sich in Ruhe alles ansehen, auch ein Video, das das Leben von Kakerlaken in Großaufnahme zeigt – von einer New Yorkerin, natürlich.

Aber sonst: Täusche ich mich oder sind die hier versammelten Werke irgendwie lebenspraller, optimistischer, im mehrfachen Sinne farbiger als die oft blutleer-konzeptionell-theoretisch daher kommenden Ausstellungen in Deutschland?

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Wo die Moderne schon wieder nostalgisch ist (Kalifornien 5)

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In Palm Springs stehen einige Gebäude, die zu den Ikonen der modernen Architektur gehören. Verwaltungsgebäude, eine Kirche, aber vor allem Einfamilienhäuser. Alle in den 50er und 60er Jahren entstanden. Wunderschöne Häuser darunter, nur aus Naturstein, Beton, Glas und Stahl.

Einen kleinen Eindruck hier:

http://global.ralphlauren.com/de-de/Magazine/Editorial/Sp12/Pages/desertmodernism.aspx????archive=1&category=Art%20and%20Design

Aber diese Häuser sind längst Geschichte. Sie werden den Touristen auf Sightseeing-Touren gezeigt, vor allem die Häuser, in denen Berühmtheiten wie Sinatra oder Elvis gewohnt haben; jedes Jahr veranstaltet zudem Palm Springs eine „Modernism Week“ mit Rundfahrten in offenen Doppeldecker-Bussen, T-Shirts und speziellen Baseball-Caps.

Die neue Architektur in Palm Desert ist anders. Mehr der Wüste angepasst, runde, bräunliche Formen, keine riesigen Glasfronten, keine Betonung des rechten Winkels.

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Unser Gärtner … (Kalifornien 4)

Palm Desert und Palm Springs liegen mitten in der Wüste, es regnet vielleicht an einem oder zwei Tagen im Jahr, in manchem Jahr auch gar nicht. Eine riesige künstliche Oase, in der immerhin um die 400.000 Menschen leben. Es sind nur niedrige Einfamilienhäuser erlaubt und die meisten haben nur ein für amerikanische Verhältnisse winziges Grundstück. Zugespitzt gesagt: Der Garten ist bei vielen so groß wie die Grundfläche der obligatorischen Doppel- oder Dreifachgarage.

Der Ausdruck Garten scheint dem Mitteleuropäer sowieso nicht so recht angemessen, denn oft handelt es sich um eine mit Kies ausgelegte Fläche, auf der ein paar Sträucher wachsen, die Abends von einer vollautomatischen Bewässerungsanlage ihre tägliche Portion Wasser bekommen. Aber so klein und wenig bewachsen diese Gärten sind, man hat einen Gärtner, der die „Anlage“ pflegt. Welcher Gärtner zu empfehlen ist und was „unser Gärtner“ schon wieder falsch gemacht hat, scheint ein unerschöpfliches Diskussionsthema zu sein.

Bei den Gärtnern handelt es sich mehrheitlich um Mexikaner oder US-Amerikaner mexikanischer Abstammung. Sie kommen mit einem Truck nebst Anhänger angefahren. Auf dem Anhänger befindet sich eine große Menge Werkzeug, vom Spaten bis zum Benzin-Laubsauger ist alles vorhanden, was der Baumarkt so anbietet. Und die Geräte werden sofort eingesetzt: Auf der Stelle entsteht ein Riesenlärm, weil die Sträucher mit Benzin-Heckenscheren frisiert, hier und da ein Ästchen mit der elektrischen Teleskop-Astschere herausgeschnitten wird. Alles, was abgeschnitten worden ist, wird dann fachmännisch entsorgt: Die größeren Stücke aufgesammelt und auf die Ladefläche des Trucks geworfen, für die kleineren kommt der schon erwähnte Laubsauger zum Einsatz, mit dem das Kies-Bett solange abgesaugt wird, bis nun auch bestimmt kein vertrocknetes Blättchen mehr den „Gartenboden“ verunziert. Am Ende wird der betonierte Gartenweg abgesaugt, Hausbesitzer und Hausbesitzerein inspizieren die Qualität der Arbeit, ein Scheck oder ein paar Geldscheine wechseln den Besitzer und schon fährt das Gefährt zum nächsten Einsatzort.