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Tropische Weihnacht mit Überschwemmung

Wenig zu sehen von Weihnachten, so wie wir uns das vorstellen, aber diese Aufnahmen sind tatsächlich am 25. Dezember gemacht worden. Es hat viel geregnet in diesem Jahr, und so steht die Uferpromenade von Flores in Guatemala unter Wasser. Dass verschiedene Leute mit Wasserkanistern herumlaufen, liegt daran, dass gleichzeitig die Wasserpumpe, die die ganze Insel mit Wasser versorgt, ausgefallen war.

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Kleine Anleitung für Anfänger: Wie man ohne viel Aufwand in kurzer Zeit 3333 Follower bekommt

Alte Hasen werden müde lächeln, aber für WordPress-Anfänger habe ich mal eine kleine Anleitung zusammengestellt.

(1) Wichtig ist, auf welche Sprache man WordPress einstellt. Da das aber ein wenig kniffelig ist, schiebe ich diesen Punkt für den Fortgeschrittenen-Kurs auf.

(2) Das Wichtigste sind natürlich die Inhalte. Ohne gescheiten Content keine Follower. Texte scheiden schon mal aus, denn der WordPresser liest nicht gerne, außerdem machen Texte Arbeit –  und die wollen wir ja vermeiden. Also Bilder, aber welche? Schöne Landschaften, interessante Orte,  je exotischer, desto besser: Nepal, Vietnam, Grönland, die Galapagos-Inseln oder das Kayangel-Atoll – so was geht immer.

Eine Reise dorthin ist zu teuer? Aber, aber, wer wird denn gleich selbst reisen. Ist doch alles schon längst tausendfach fotografiert, kursiert doch alles im Netz. Copyright ist ja so was von veraltet! Weil sich das aber noch nicht überall rumgesprochen hat, sind wir auf der Hut, wir kopieren nicht irgendwelche Bilder, die uns Googles Bildersuche liefert. Wir gehen zu http://www.panoramio.com und fischen uns aus der riesigen Menge an Bildern, die freundliche Menschen dort hochgeladen haben, damit sie auf Google Earth veröffentlicht werden, die heraus, die Google Earth abgelehnt hat. Da ist die Chance, dass das jemand merkt, etwa so hoch wie bei einem Lottogewinn.

Dazu noch einige, sagen wir mal, Retuschen. Wir kopieren in das Bild einfach unseren eigenen Copyright-Vermerk hinein. Macht ein bisschen Arbeit, zugegeben, ist aber immer noch viel einfacher, als nach Spitzbergen zu reisen, wo es zu allem Überfluss ja auch fürchterlich kalt ist.

Zur Illustration zwei Beispiele von eigenen Bildern, die Google Earth abgelehnt hat und die ich eben von panoramio.com kopiert habe:

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Man beachte den unübersehbaren Copyright-Hinweis in schwungvoller Schrift!

Das reicht aber noch nicht an Content. Gut machen sich immer Hinweise auf die verwendete Kamera und die Belichtungszeiten. Damit kann zwar niemand etwas anfangen, spricht aber alle Fotofreunde weltweit an. Weil es sowieso niemand nachprüfen kann, kann man die Angaben frei erfinden. Aber nicht zu sehr auf den Putz hauen, das könnte auffallen. Also nicht mit mehreren Leica-Modellen der M-Serie angeben. Lieber immer irgendwelche aktuellen Kameras nehmen, für die Technik-Freaks sich begeistern. Tipp: Canon EOS 5 D Mark III, Fujifilm X-Pro1 und Sony RX100 II für die schnelle Aufnahme zwischendurch. Dazu ein paar Objektive, bei Canon immer die L-Serie nehmen, das macht was her.

(3) Der Content steht, jetzt kann es losgehen. Zuerst abonnieren wir so viele andere Blogs wie möglich. Natürlich nicht irgendwelche, sondern die, die irgendwie ähnliche Interessen haben. Wir rufen also im Reader alle Blogs mit „Photographie“ auf und machen ein Häkchen bei „follow“, dann das Gleiche mit „Photography“, mit „Reise“ und Travel“, mit allen möglichen Ländern usw. usw.

Da kommt schon einmal eine Menge zusammen. Aber warum so vielen anderen „folgen“? Weil die meisten sich die Blogs ansehen, die ihnen folgen und dann oftmals im Gegenzug dem eigenen Blog folgen.

Wichtig ist, dass man die Sache weltweit anlegt, aber dazu kommen wie – wie gesagt – erst in der Fortgeschrittenen-Lektion.

(4) Das war ein einmaliger Kraftakt, in regelmäßigen Abständen sollte man Ausschau nach weiteren Blogs halten, die man dann auch abonniert. Natürlich nicht mit Email-Benachrichtigung, das wäre ein Anfänger-Fehler, der nur das Postfach überquellen lässt. Nein, für so etwas hat man den Reader.

Nun folgt die tägliche Arbeit mit dem Reader, einem äußerst nützlichen Instrument. Denn obwohl er „Reader“ heißt, liegt der Charme dieses Tools gerade darin, dass man die Beiträge der anderen gerade nicht zu lesen braucht. Die Devise lautet: Alle Beiträge aller Blogs, die man abonniert hat, mit einem „Like it“ versehen. Das geht mit Hilfe des Readers erstaunlich rasch vor sich, schon nach kurzer Zeit steigt die Like-it-pro-Minute-Leitzahl ungemein an.

(5) Wichtig ist noch das richtige setzen von Tags bei den eigenen Beiträgen. Auch dem werden wir uns der der Lektion für Fortgeschrittene zuwenden.

Das mag für Anfänger erst mal genügen. Wer diee Regeln befolgt, wird sich bald über einen ungemeinen Zustrom auf seinem Blog freuen können. Wer würde sich auch ein solches Foto (wieder aus meinem von Google Earth abgelehnten Panoramio-Bestand) entgehen lassen?

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Was man nicht sieht

Ein See, der Lago Petén Itzá im nördlichen Guatemala, fast 100 qkm groß. Ein „Rancho“ genanntes Dach aus Palmenblättern, der Steg, der dahin führt, liegt wegen des gestiegenen Wasserspiegels unter Wasser. Am Ufer ein Schimmel, Schilf, dahinter der Regenwald und das streng geschützte Naturreservat „Cerro Cahui“, diffuse Sonne, aber 30 Grad. Das sieht man: Idylle pur.

Was man nicht sieht: Der Schimmel, der da im Wasser steht, kann frei herumlaufen, weil er aufgrund eines Unfalls einen verkrüppeltes Bein hat. Er gehört zu einer nahe gelegenen Touristen-„Ranch“, die Reittouren anbietet, und frisst hier sein Gnadenbrot.  Das Ufer ist keineswegs so menschenleer wie es scheint. An der Uferstrasse reiht sich eine einfache Touristenunterkunft an die andere, bieten auf einem Kilometer sicherlich 20 Buden und Häuser den wenigen Vorüberkommenden Essen und Trinken an.

Wenn ich nach rechts schaue, sehe ich in dem kristallklaren Wasser eine große Reklametafel im Schilf, irgendjemand hat sie dahin geworfen, dazu noch einiges an Müll. Müll ist auch das traditionelle Einbaum-Holzkanu, das im Schlamm steckt. Drinnen steht das Wasser schon zwei Handbreit hoch. Bald wird es durchgefault sein, der Angler ist mit einem Plastik-Boot unterwegs, das ist praktischer. Gelbschwarze tropische Vögel benutzen im Schilf hängen gebliebene Plastikflaschen als Landeplatz, ein großer Schmetterling schaut sich das ganze emotionslos an. Zwischen einem Stück Plastikfolie und einem abgebrochenen Brett hat ein netter Frosch sein Zuhause gefunden, der erst ganz ruhig sitzen bleibt, sich aber dann doch nicht fotografieren lassen will. Die kleine Müllecke stört offenbar nur den idyllsuchenden Europäer, der das kühle Wasser genießt und dabei nach Kräften verdrängt, dass dieser See, den die englische Wikipedia als „Wildlife Paradise“ bezeichnet, auch die Heimat einiger Seeschlangen und Krokodile ist.

(Handy-Photos, deshalb ist die Qualität nicht so toll)