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Plakate

Gerade mal 3 Plakate aufhängen. Die Plakate sind fertig aufgezogen, Kabelbinder sind auch da – wo also ist das Problem?

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An der Frage zeigt sich, dass ich keinerlei Erfahrung im Aufhängen von Plakaten habe. Nie in einer politischen Partei oder in einem Verein, der Plakate aufhängt, engagiert. Das Problem wurde schon erahnbar, als wir die Richtlinien zum Aufhängen von Plakaten von unserer Stadtverwaltung studierten. Laternenpfähle sind ok., gut, aber nur, wenn sie nicht lackiert sind, wenn sie nicht in der Nähe eines Fußgängerüberwegs sind, wenn sie nicht direkt am Radfahrweg stehen. Auch alle Pfähle, an denen irgendein öffentliches Schild angebracht ist wie z. B. ein Straßenschild oder ein Hinweis auf den nächsten Hydranten sind tabu.

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Oh je, nie habe ich mir die Pfähle des Ortes, in dem ich jetzt über 30 Jahre wohne, unter diesem Gesichtspunkt angesehen! Fast alle sind lackiert, am Rest hängt irgendein Straßenschild. Oder der Pfahl ist so von Bäumen verdeckt, dass man unsere schönen Plakate nicht sehen würde. Dann, auf der Hauptstraße hinter der Bahnunterführung: Jede Menge lackierter, aber völlig verrosteter Pfähle, bestens sichtbar. Das ist unsere Chance.

Das haben sich leider PiratenFDPSPD auch gedacht. Wahlkampf, so ein Ärger. Vielleicht haben sie ein oder zwei Pfähle vergessen? Tatsächlich, nach einiger Radelei finden wir 2 freie Pfähle. Mehr aber nicht. Auf dem Rückweg entdecken wir einen strategisch sehr gut gelegenen Laternenpfahl, an dem ein Plakat für eine Veranstaltung hängt, die schon vor 3 Wochen war. Das entfernen wir kurzerhand mit Hilfe einer Zange und hängen unseres dahin. Geschafft.

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Herbst oder Photoshop

Herbst, es regnet Bilder mit bunten Blättern. Ich habe auch ein Blatt fotografiert: Süßkirschenblatt auf Süßkirschenstamm liegend. Nichts besonderes. Hier die Aufnahme, so wie die Kamera sie macht. Dabei ist die interne Bildkorrektur der Kamera ausgeschaltet, in Adobe Lightroom statt dessen die Option „Neutral“ eingestellt:

So – oder so ähnlich – sieht das Blatt aus. Weil das zu langweilig erscheint, hübscht jede Kamera intern die Aufnahmen auf. Im Modus „Kamera-Standard“ sieht das dann so aus:

Damit das Blatt bunter erscheint, dunkeln wir jetzt die Umgebung ab, indem wir Schwarz verstärken:

Nun ist unser Blatt leider ein Süßkirschenblatt, so sonderlich spektakulär rot hat es der Herbst nicht gefärbt. Lightroom weiß Rat. Wir verstärken einfach Orange und Rot:

Das Bild ist zwar am Mittag gemacht, beliebt aber ist Abendsonne. Also mischen wir Abendsonne hinein:

Zu kitschig? Gut, schalten wir zurück auf Mittagslicht, machen das Bild etwas weicher, dazu partielle Unschärfe, um den Blick auf das Blatt zu konzentrieren:

Noch schlimmer? Sie können kein rotes Blatt mehr sehen? Haben wir auch auf Lager:

Gelb ist doch viel schöner, oder? Und für den, der gar keine Herbstblätter mehr sehen kann, können wir die Zeit auch ein wenig zurückdrehen und das Blatt wieder etwas frischer machen. Nicht wie im Sommer, aber immerhin:

Ich will das jetzt gar nicht bewerten.  Fluch und Segen der Technik oder so was. Egal. Es geht mir nur bei all den Herbstbildern, die sich derzeit in den Alben und Blogs ausbreiten, immer die gleiche Frage durch den Kopf: Schöner Herbst oder schön bearbeitet?

Blümelein

Sonnenschein im Rheinland. Nur in der Einfahrt, wo das Boot steht, da kommt kein Sonnenstrahl hin. Das macht dem Boot nichts, aber mir, der ich heute das Boot hätte putzen sollen. Also habe ich das Boot im Schatten stehen lassen und bin in den Garten gegangen.

Das Unkraut nimmt überhand, aber immer noch so viele Blumen! So ein schönes Licht! Und die Blümelein würden sich so gerne fotografieren lassen….

Noch mehr Blümelein-Bilder? Jeder Mensch, hat meine Mutter öfters gesagt, hat sein Kitscheckchen. Mein Kitscheckchen sind halt die bunten Gartenblumen.