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Gießen

DSC0748835 Grad, Trockenheit, kein Regen in Sicht. Schwere Zeiten für mich. Ich kann nämlich Wasserverschwendung nicht ausstehen. Klar, das ist Unsinn, wir leben nicht in der Sahel-Zone und viele fleißige Menschen sorgen dafür, dass in Deutschland das Trinkwasser nie knapp wird.
Trotzdem. Wasserverschwendung geht mir auf den Keks. Schon wenn jemand zu viel oder falsch gießt, kriege ich die Krise. Im vorigen Leben Wüstenbewohner gewesen, würden manche Leute sagen. Näher liegt die genetische Erklärung. Schon mein Vater hat alle genervt, indem er bei entsprechenden Anlässen auf die Höhe der Wasserrechnung zu verweisen pflegte. Von ihm habe ich auch gelernt, wie man richtig gießt: Möglichst früh am Morgen, schon vor Sonnenaufgang, nie mit der Brause oder gar mit einem Schlauch, sondern mit der Gießkanne möglichst tief ansetzen und direkt neben, aber nicht auf die Pflanze gießen. Mittags bei Sonnenschein mit der Brause gießen war eine Todsünde gegen das Gebot des sinnvollen Einsatzes von Wasser.
Wüste ist nichts für mich, alle paar Tage ein kräftiger Schauer und die Welt ist in Ordnung.DSC07490

Trinkwasser-Spender

WasserfahrzeugTrinkwasser bekommt man in Guatemala ins Haus gebracht, verschiedene Lieferanten versorgen Restaurants, Hotels und private Haushalte. Das Gefäß der Wahl ist eine ballonartige Kunstoff-Flasche, die etwa 20 Liter fasst und dann auf einem Ständer steht.

wasserspenderDas Wasser, das aus der Wasserleitung kommt, macht nicht einmal einen schlechten Eindruck, aber trinken sollte man es besser nicht. Ob man in Leitungswasser Nudeln kochen, damit Tee bereiten oder sich die Zähne putzen kann, darüber gehen die Meinungen dann auseinander. Die 20 Liter sind nicht teuer, ein Ballon kostet halb so viel wie das billigste „Stille Wasser“ vom ALDI.

Wasserfahrzeug3In Deutschland kommt überall Trinkwasser in ständig überwachter Qualität aus der Leitung und trotzdem schleppen die Leute kistenweise Wasser aus Super- und Getränkemärkten nach Hause. Eine ganze Menge davon ist nichts als Leitungswasser, in das Zucker und ein paar Geschmacksstoffe gerührt worden sind, aber auch reines Leitungswasser wird gekauft – das heißt dann beispielsweise „Bonaqua“ .

Vielleicht sollte man in Deutschland  das mittelamerikanische Prinzip einführen. Dann könnte man sich den Aufwand für die Wasseraufbereitung sparen, Leitungswasser nur noch für die Klospülung, die Waschmaschine und zum Putzen verwenden. Trinkwasser gibt es dann vom lokalen Wasserhändler, gegen kleinen Aufpreis frei Haus. Wer will, kann dann immer noch sein Spezialwasser vom Supermarkt nach Hause schleppen.

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