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Weihnachtsblumen

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Mit diesem Bild von zwei Mohnblüten, die gerade in unserem Garten blühen, wünsche ich allen

F r o h e   W e i h n a c h t e n !

(((Kleine Ergänzung für alle, die bei blühenden Dezemberblumen die Klimakatatstrophe vor der Tür sehen: im Jahr 2010 lag die Durchschnittstemperatur hier in Köln 5,0 Grad unter dem langjährigen Mittel, der kälteste Dezember seit 1933 mit 28 Frosttagen. In diesem Dezember liegt die Durchschnittstemperatur bisher um 5,9 Grad über dem langjährigen Mittel. Nimmt man den ganzen Herbst 2015, dann ist die Abweichung gegenüber dem langjährigen Mittel unter 1 Grad – womit ich nur sagen wollte: Sind doch schön, die Dezember-Blumen!

Frohe Weihnachten!

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Lithographie  von Willy Jaeckel (1888-1944), erschienen in der expressionistischen Zeitschrift „Der Bildermann“ Nr. 6 (1916)

Ich habe eine Weile nach einer Weihnachtsdarstellung aus der modernen Kunst gesucht. Darstellungen des leidenden, gekreuzigten Christus gibt es jede Menge, aber von der Szene im Stall nichts zu finden. Was mir zu denken gegeben hat. Aber jetzt wird nicht mehr gedacht, sondern allerseits Frohe Weihnachten gewünscht!

Besinnliches zur besinnlichen Weihnachtszeit

Besinnliche Weihnachtsmärkte, besinnliche Konzerte, besinnliches Treffen bei Kaffee und Kuchen. In der Vorweihnachtszeit gibt es nichts, was nicht besinnlich wäre.

Keine Angst: Ich will nicht behaupten, das alles sei nicht besinnlich. Und ich bin der letzte, der etwas dagegen hat, wenn Menschen sich besinnen. Aber kann mir jemand sagen, wieso gerade die Vorweihnachtszeit als die hohe Zeit der Besinnlichkeit gilt? Ich weiß es wirklich nicht.

An der Religion jedenfalls liegt es nicht. Die liturgischen Texte in den christlichen Gottesdiensten in diesen Wochen beschäftigen sich zuerst mit der Vergänglichkeit (des Menschen, der Erde, des Kosmos) und dann mit der Vorfreude auf das Freudenfest Weihnachten. Die Farbe Rot findet man in dieser Zeit in den Kirchen übrigens genau so wenig wie einen besonderen Lichterglanz – die liturgischen Farben sind violett und weiß, nicht rot.

Woher kommt die Besinnlichkeit? Johann Sebastian Bach fand offenbar Weihnachten so wenig besinnlich wie die Mittelamerikaner, die am Heiligabend so laut herumböllern und krachen, dass man die Kirchenglocken nicht mehr hört. Bach schienen Pauken und Trompeten die angemessenen Instrumente zu sein: