Eine Reise in Corona-Zeiten

Ich war ja immer der Meinung, so im europäischen oder gar weltweiten Maßstab wäre Deutschland ein wohl organisiertes Land. Leider bekommt dieses Bild zunehmend Risse.

Zuletzt: Reise nach Spanien in Corona-Zeiten

Einreise Spanien: Man muss sich vorher online registrieren mit Personalausweisnummer, Telefonnummer, Aufenthaltsadresse in Spanien, Impfpass oder Nachweis eines zeitnahen Tests, Flugnummer. In Spanien darf dann kein Fluggast überhaupt das eigentliche Flughafengebäude betreten, bevor nicht die Registrierung überprüft worden und Fieber gemessen worden ist. Wer sich nicht oder nicht ordnungsgemäß registriert hat, wird in einem Nebenraum eigens überprüft. Drei Polizisten und mehrere Security-Leute passen auf, dass sich keiner durchmogelt.

Einreise Deutschland (=Rückreise): Am Schalter der Airline sehen wir eher zufällig ein kleines Schild, das besagt, man könne an dem Schalter ein Einreiseformular für Deutschland erhalten. Welches Formular? Wir ignorieren das Schildchen einfach. Beim Check-in kontrollieren Mitarbeiter der Airline flüchtig, ob wir einen Impfpass haben. Haben wir, alles erledigt. ——- In Deutschland dann auf dem Flughafen: Nichts. Wirklich nichts, keine Kontrolle, kein Hinweis, kein Personal zu sehen, nicht mal jemand, der auch nur so tut, als würde er Stichproben machen.

Als wir dann schon den Flughafen verlassen haben, kommt eine SMS. „Die Bundesregierung: Bitte halten sie sich an die Test/Quarantänerregeln“, dann ein Link, man soll sich ein mehrseitiges PDF herunterladen, lesen und sich dann dann an die Regeln halten.

Ist ja im Prinzip nett, dass die Bundesregierung so nett und höflich ist. Man darf sich dann nur nicht wundern, wenn Reiserückkehrer neue Infektionsherde bewirken.

13 Gedanken zu „Eine Reise in Corona-Zeiten

  1. Xeniana

    Lieber emhau, WordPress hat unter meinen vorletzten Beitrag ( Montag mit Schwuchtel) dein Like hinzugefügt. Bist du so nett und schaust ob du es dort lassen möchtest? Danke und liebe Grüße Xeniana

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    1. emhaeu Autor

      Hm, hm, verstehe ich alles nicht, ich habe den Beitrag jedenfalls nicht „geliked“ …. Likes von Zauberhand? Alles sehr merkwürdig 🤨 und ich weiß auch gar nicht, wie man ein Like wieder rückgängig machen kann , probiere es aber gleich …. Trotzdem einen schönen Abend! Martin = emhaeu

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  2. tinderness

    Ich bin der Auffassung, das nur jene Regeln ernst genommen werden, bei der eine hohe Wahrscheinlichkeit auf Kontrolle besteht. Ich bin seit Beginn der Pandemie sicher mehr als zehn Mal zwischen der Schweiz und Österreich hin und hergereist (Bahn). Kontrolliert wurde ich mehrmals: ob ich den Fleisch, Alkohol oder Zigaretten mit mir führe, fragten die Schweizer Zöllner. Meinen „Grünen Pass“ bzw. mein Pandemie-Einreiseformular überprüften sie nie.

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    1. emhaeu Autor

      Fleisch, Alkohol oder Zigaretten – eine seltsame Kombination. Aber ich habe schon voriges Jahr bei zwei Reisen in Corona-Zeiten (Frankreich bzw. Spanien) erlebt, dass vieles, was laut Bundesgesundheitsministerium und Medienberichten stattfinden sollte, überhaupt nicht kontrolliert worden ist. Finde ich auch nicht gut.

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    1. emhaeu Autor

      Der Strand von Cue, bei Flut ist der Strand allerdings nur 10 m2 groß.
      Die Preussen sind nach Brüssel ausgewandert. Ich habe heute die Eu-Textilkennzeichnungsverordnung gelesen – Mann o Mann, da werden alle möglichen Fälle penibel erfasst, auch die Fälle, die es gar nicht gibt 😉

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      1. Pit

        Hier ist der Strand „etwas“ groesser, 20 Meilen lang, und Ebbe und Flut gibt es a der texanischen Golfkueste zwar, aber der Tidenhub ist minimal; ich glaube, maximal so um die 50 Zentimeter.
        Zum Thema Buerokratie hierzulande habe ich immer gesagt, „Die Amerikaner haben ihre Buerokratie von Preussens gelernt und sie dann noch ganz erheblich „verfeinert“! 😉 Aber Manches geht hier auch ganz einfach.

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