Vom Förster zum Adam

Der Förster heißt korrekt nicht Förster, sondern Forester. Und der Adam nicht Adam, sondern Äddäm – auf letzterem bestand jedenfalls der freundliche Opel-Händler, der uns bei der Auswahl des neuen Autos beraten hat.

Jetzt steht also nach einigen Verwicklungen der Adam vor der Tür, genauso grün wie der Forester, der uns immerhin 18 Jahre lang von hier nach dort und wieder zurück gebracht hat. Immer, er hat uns nie im Stich gelassen. Aber jetzt habe ich der Nerven mit unserem Forester verloren, der sich seit drei Monaten offiziell „Youngtimer“ nennen durfte – über 20 Jahre alt.

Die Motorkontroll-Leuchte brannte, ein Fehler der Gasanlage, meinte der Autogas-Werkstatt. Ein neues Teil muss her, bei dem alten Wagen schwer zu beschaffen und teuer. So stand der Wagen dreimal über Nacht in der Werkstatt, ich bin dreimal die 18 km die zur Werkstatt geradelt, dann habe ich 450 Euro bezahlt, und die Motorkontrolleuchte brannte immer noch. An der Gasanlage kann es nicht liegen, meinte der Mechaniker, aber fahren sie vorsichtshalber so wenig wie möglich mit dem Fahrzeug.

Also in die nächste Werkstatt, unsere Dorf-Werkstatt. Machen wir gerne, aber erst nächste Woche. Na, mit Bus Bahn und Rad kommt man ja auch vorwärts…

Leider konnte die Werkstatt den Fehler auch nicht finden. Das Fahrzeug ist zu alt, da arbeitet unsere Diagnose-Software nicht. Könnte der Klopfsensor sein oder die Lambda-Sonde.

Also zur Subaru-Werkstatt. Termine? Schwierig, aber bringen sie uns das Fahrzeug, wir machen dann eine Diagnose. Wenn es der Klopfsensor ist, ist das nicht teuer, aber wir müssen so ein Teil erst mal besorgen, bei dem Baujahr … und möglichst nicht fahren mit dem Forester, sicherheitshalber. Könnten auch die Ventile sein oder die Motorsteuerung als solche …

Nun kenne ich die Subaru-Werkstatt seit 18 Jahren. Eine gute Werkstatt, aber unter 500 Euro geht es selten, meist ist es mehr. Und 20 km Radeln oder Bus und Bahn sind auch jedesmal angesagt. Vielleicht – nach 18 Jahren ein gewagter Gedanke – vielleicht sollten wir uns von unserem Förster-Auto trennen ….

Elektroautos gehört die Zukunft, ein ganz kleines Elektroauto wäre gut. Wozu immer mit so einer dicken Kiste rumfahren? Ein Freund hat es vorgemacht: Den dicken BMW verkauft und den kleinsten Hyundai gekauft.

Nach gar nicht so langem Studium der Angebote stellte sich allerdings raus: Es gibt gar keine kleinen Elektroautos. Die stehen nur im Prospekt, aber nicht beim Händler auf dem Hof. VW, Skoda, Renault nehmen überhaupt keine Bestellungen an. Aber Opel. So landeten wir beim Opel-Händler.

Der allerdings meinte, klar, wir könnten den elektrischen Corsa bestellen, aber er könne uns nichts versprechen. Händlerkollegen, die etwas anderes behaupten, seien unseriös: Vor Juni 2023 sei nichts drin.

Drum haben wir den Opel-Adam mit Benzinmotor gekauft. Im Vergleich mit allen Elektroautos spottbillig, trotz Förderung. Kein SUV mit Berggetriebe und Allrad wie unser Försterauto, sondern eher so ein zweisitziges Mädchenauto. Aber auch dunkelgrün, da fällt die Umstellung leichter.

8 Gedanken zu „Vom Förster zum Adam

  1. Pit

    Natuerlich: bei Flugreisen muss man sich beschraenken. Faellt mir schwer, aber es geht. Mary ist besser darin, mit wenig Gepaeck auszukommen. Ich bin von frueher her verwoehnt, wenn ich alleine und mit dem wagen verreist bin. Da hiess es dann: Kofferraum auf uns Alles rein was passt. 😁

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  2. Pit

    P.S.: auf Langstecken laesst sich der Truck uebrigens sehr sparsam fahren, ohne dass man zum Verkehrshindernis wird. Auf der Rueckreise von Kalifornien im vergangenen Jahr habe ich ihn einmal auf 9,23 Liter/100 Kilometer druecken koennen. Finde ich nun wirklich sehr wenig fuer einen 3,5 Liter V-6 Biturb0 mit 400 PS.

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    1. emhaeu Autor

      So viel hat der Forester übrigens auch verbraucht. Unter 10 Liter selten, bei schneller Autobahnfahrt mit Klimaanlage locker 12 Liter. War aber nicht so schlimm, weil er mit Autogas gefahren ist, da hat er so 11 – 13 Liter Gas gebraucht, lange hat hier das Gas so 60 – 70 Cent gekostet, jetzt 1 Euro …

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      1. Pit

        Schnell kann bzw. darf man hierzulande – Du kennst da ja, lieber Martin – selbst auf den grossen Interstates nicht fahren. 75 Meilen pro Stunde sind meistens das Limit. Das fahren wir allerdings nur sehr selten. Fuer uns sind 70 Meilen/Stunde ausreichend. Dabei braucht der Truck so etwa 10,5 Liter auf 100. Unser Sprit ist zwar auch teurer geworden, aber immer noch wesentlich billiger als bei Euch. Zur Zeit zahlen wir umgerechnet etwas ueber 1 Euro pro Liter. Der GLB ist zwar im Verbrauch deutlich guenstiger als der Truck, benoetigt aber Super [etwa 1 Dollar/Gallone teurer als Normal].,
        Bei Truck ist aber, trotz des – jedenfalls nach deutschen Massstaeben – preiswerten Benzins die Tankrechnung ganz enorm. Da wir einen extra grossen Tank [36 Gallonen = 136 Liter] haben, kostet eine vollstaendige Tankfuellung dann knapp 150 Dollar. Dafuer kommen wir dann damit aber auch, je nachdem wir in der Stadt oder ueber Autobahnen fahren, zwischen 650 und 900 Meilen aus.
        Liebe Gruesse,
        Pit

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  3. Pit

    Gratuliere zu „Adam“! 👍 Mit 18 Jahren fuer den Forester kannst Du aber wirklich stolz sein. Vor Allem auch, weil er Dich nie im Stich gelassen hat. Sind die Bilder Ausschnitte, oder vergroessert mein Compi sie so sehr, dass ich nur eine ganz kleinen Teil sehen kann, den dafuer aber riesig gross? So lange habe ich noch kein Auto gefahren. Es kann aber dann schon ein wirkliches Problem werden, auch mit der Ersatzteilbeschaffung. Das haben wir mit dem Audi A4 [Baujahr 2012] von Marys Cousine hier erlebt. Da war die vordere Frontschuerze beschaedigt, und der gesamte vordere Stossfaneger war nicht mehr erhaeltlich, zum Glueck aber wenigstens das (untere) Teil, das ersetzt werden musste. Ich fuerchte, das wird in Zukunft eher schlimmer denn besser werden.
    Apropos vollelektrisches Auto: es ist wohl wirklich nicht einfach, an eines zu kommen. Wir hatten uns ja fuer einen (wirklich) kleinen Chevrolet Bolt EUV entschiden und im April des vergangenen Jahres einen bestellt, weil wir den (dicken) Truck [https://is.gd/w87RMa] im Stadtverkehr wegen des Verbrauchs [auch wenn er in der Stadt mit 12 Litern auf GLB100 Kilometer nicht mehr verbraucht als frueher mein Audi A6 oder unsere Escapes hier], aber auch wegen des Platzbedarfs, z.B. rangieren auf Parkplaetzen, vermeiden wollten. Aber Chevy hat(te) enorme Lieferprobleme, erst wegen nicht lieferbarer Computerchips, dann wegen der Batterien, die in ALLEN Bolts [in Produktion seit 2017] ausgetauscht werden mussten. Wir wurden immer wieder vertroestet was den Produktionstermin „unsres“ Bolts anging. Zuletzt konnte noch nicht einmal der Haendler selber darueber von Chevrolet irgendeine Information bekommen, und da haben wir Chevrolet dann die Freundschaft gekuendigt und den Kaufvertrag storniert.
    So sind wir dann, nach einiger Suche, auf Mercedes (!!) verfallen. Da soll, hoffentlich nich in diesem Jahr, der EQB hier in den USA ausgeliefert werden, und wir haben einen bestellt. In der Zwischenzeit haben wir, als „Uebergangsloesung“, einen GLB [https://wp.me/p4uPk8-4Xv] gekauft. Eigentlich wollten wir einen gebrauchten, aber die Verkaueferin meinte, ein ganz neuer sei nur ca 1500 bis 2000 Dollar teurer als ein gebrauchter – und das stimmt auch. Die Preise fuer Gebrauchtwagen sind hierzulande enorm in die Hoehe geschnellt, weil neue vielfach sehr lange Lieferzeiten haben.
    Jetzt wuensche ich Dir allzeit gute Fahrt mit „Äddäm“,
    Pit

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    1. emhaeu Autor

      Ja die Elektroautos von Mercedes und Audi sind auch relativ schnell lieferbar hier, allerdings nach dem Motto: Je teurer, desto schneller lieferbar. Wenn es über 80.000 Euro geht, dann wird die Käuferschicht halt doch dünner. —
      Der Chevrolet Bolt, den ihr jetzt nicht bekommt, ist ja auch ein Opel, sozusagen, ist in Deutschland als Opel Ampera verkauft worden. Verkauft ist allerdings fast schon übertrieben, denn es sind in 5 Jahren in Deutschland nur etwa 1200 Stück verkauft worden … und unser Adam ist noch mal ein ganzes Stück kleiner als der Bolt, der immerhin 4,16 Meter lang ist. Dem Adam fehlen da mit 3,72 Metern immerhin 46 Zentimeter … er hat zwar 4 Sitze, ist aber im Grunde ein Zweisitzer. Vorne hat man gut Platz, hinten eher Notsitze – wie im Porsche 911 ;-))

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      1. Pit

        Hierzulande, lieber Martin, liegt es weniger am Preis, wie schnell Neuwagen, und zwar generell, lieferbar sind, sondern an der Verfuegbarkeit von Halbleiterchips. Da ist wohl weltweit ein Engpass.
        Fuer uns ist die Groesse ein Argument, u.A. wegen der Sicherheit, aber auch wegen des Gepaecks. Wir haben es nie geschafft, mit kleinem Gepaeck zu verreisen, und so ist der Raum hinter den Fahrersitzen auch beim Mercedes voll. Und den Truck haben u.A. der grossen Ladeflaeche wegen, fuer den Garten und die Raeder. Platz haben wir darin – wir haben die grosse, 5-sitzige Ausfuehrung – im Ueberfluss.

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      2. emhaeu Autor

        Mit wenig Gepäck zu verreisen lernt man bei den Flugreisen, erst recht, wenn man für jedes Stück Gepäck ordentlichen Aufpreis zahlen muss. Ich nehme für 2 Wochen immer nur ein Bordcase mit, die Dame braucht natürlich einen dicken Koffer für sich 😉, aber drei dicke Koffer gehen auch locker in den Opel …

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