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Schlechte Zeit, schlechter Druck

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Gerade kam die Kiste von Books on demand. Schon die zweite Kiste, denn bei der ersten Lieferung war der Druckerei offenbar ein Produktionsfehler passiert: Der Umschlag wunderbar, der Text auch, aber die Bilder zu hell und fast alle mit feinen, aber störenden senkrechten Streifen.

Musste ich reklamieren, hat BoD auch eingesehen und kostenlos Ersatz geliefert. Diesmal ohne störende Streifen, aber die Bilder sind noch immer zu hell. Gut, wer die Bilder nicht kennt, den wird es nicht so stören, vom Druck auf cremefarbenen Normalpapier kann man auch keine Wunderdinge erwarten.

Aber das ist das fünfte Buch, dass ich bei BoD machen lasse, und bisher war die Qualität erheblich besser. Ich habe sogar den Direktvergleich, weil ich ein paar der Bilder zum zweiten Mal verwendet habe. Schlecht fotografiert, denn nun sieht das Bild links zu dunkel aus, tatsächlich ist es genau richtig:

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Schade, vielleicht probiere ich beim nächsten Buch, das schon zu 90% fertig ist, aber noch den Sommer über „reifen“ muss, eine andere Druckerei aus. Morgen jedenfalls gehen die Büchersendungen an die, die ein Exemplar haben wollten, zur Post.

 

 

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Die schlechte Zeit

Uff, geschafft. Das Buch ist fertig, die Bestellung ist raus, auf dem Bild oben zu sehen ist das Cover.

Dorothea Haeusler, meine Mutter, hat 1975 ihre Erinnerungen an die Jahre 1945 – 1949 aufgeschrieben, die Zeit, von der sie immer als „die schlechte Zeit“ gesprochen hat. Hat bei mir damals ein, wie soll ich sagen, gewisses Unbehagen ausgelöst, was sie damals geschrieben hat. Ihr Manuskript, abgetippt und in 4 oder 5mal fotokopiert, blieb irgendwo ganz unten in meiner Sammlung mit Erinnerungsstücken liegen.

Im Herbst fragte mich eine meiner Cousinen, ob ich ihr das Manuskript, an das sie sich vage erinnern konnte, nicht fotokopieren könnte. Also habe ich es rausgekramt und noch einmal gelesen und nach einigem Hin- und Herüberlegen beschlossen, den Originaltext nicht einfach so zu fotokopieren, sondern daraus ein Buch zu machen. Mit einem Vorwort, um die Erinnerungen in die Zeit einzubetten, mit zahlreichen Anmerkungen, weil viele Personen, Sachverhalte und Orte kein Mensch mehr kennt, mit Fotos und Dokumenten, um das Ganze anschaulicher zu machen. Nach dem Motto: Wenn ich schon dafür sorge, dass die Erinnerungen meiner Mutter nicht sang und klanglos vergessen werden, dann sollen sie so aussehen, wie ich mir das vorstelle.

So etwas artet, wie immer, in Arbeit aus, löste aber auch diverse Prozesse bei mir aus, so dass ich eine ganze Weile sozusagen um den Text herumgeschlichen bin, vor allem um mein Vorwort. Na gut, das Herumschleichen hat ein Ende, das Buch ist hochgeladen, 25 Exemplare hab ich bestellt, um sie in der Verwandtschaft zu verteilen. Uff, geschafft.

 

Im Tagebau

Vor einiger Zeit habe ich mal geschrieben, dass ich sozusagen mit dem Braunkohletagebau aufgewachsen bin. Jetzt hat meine ältere Schwester Fotos gefunden, von denen ich dachte, sie seien verloren. Der 4jährige auf den Bildern bin ich, begleitet meinen Schwestern. Das war wohl 1955 in der Grube „Donatus“ im heutigen Erftstadt-Liblar, da, wo heute der Liblarer See zum Bade lockt: