Michel Houellebecq – Karte und Gebiet

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Dass ich neben all dem Umzugs- und Umbau- und Umräumstress mir die Zeit genommen habe, diesen Roman zu lesen, zeigt, dass mir dieses Buch tatsächlich zugesagt hat.

Der Künstler, der zu einem weltbekannten Großmeister und entsprechend einer wichtigen Gestalt im zeitgenössischen Kunstbetrieb aufsteigt, andererseits die Geschichte des Verhältnisses dieses Künstlers zu seinem todkranken Vater, endlich eine Kriminalgeschichte, die mit dem Mord an dem Schriftsteller Houellebecq beginnt. Tatsächlich hat der Autor mit dem für Deutsche unaussprechlichen Namen sich selbst als Figur in seinen Roman eingefügt und diese Figur, also quasi sich selbst, unglaublich grausam ermorden lassen. Aber nach vielleicht 10 ausgesprochen ekligen Seiten ist das vorbei und die Arbeit eines Polizisten steht im Vordergrund.

Das ist eher konventionell und/aber sehr gut geschrieben, voller intelligenter Beobachtungen und Seitenhiebe nicht nur auf den zeitgenössischen Kunstmarkt. Am Schluss deutet der Autor an, wie Mitteleuropa um 2050 aussehen wird. Wie, will ich nicht verraten, jedenfalls eine Vorwegnahme seines Romans „Unterwerfung“ (den ich nicht gelesen habe) ist es nicht.

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3 Gedanken zu „Michel Houellebecq – Karte und Gebiet

  1. Ulli

    Dieses Buch liegt schon lange auf dem Stapel der nichtgelesenen Bücher, nun bin ich neugierig geworden …
    danke Martin und sag mal, zieht ihr wieder um???
    herzlichst
    Ulli

    Antwort

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